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Freitag, 24. Juni 2011

Deutsche Bundeskanzlerin Merkel zur Halbzeitbilanz von Schwarz-Gelb: : Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit bleibt ein großes Thema"

Die CDU-Vorsitzende, Bundeskanzlerin Angela Merkel

22.06.2011 | Angela Merkel |

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in einem Interview eine erste Zwischenbilanz der christlich-liberalen Koalition gezogen. "Das Wichtigste ist, dass wir aus dem Tal der Wirtschaftskrise herausgekommen sind und mehr Menschen sind in Arbeit als vor der Krise", erklärte die CDU-Vorsitzende n der "SuperIllu". Mit Blick auf den demografischen Wandel und die weitere Entwicklung in Europa stehe Deutschland aber auch in Zukunft vor großen Herausforderungen.


Die CDU-Vorsitzende, Bundeskanzlerin Angela Merkel Bundeskanzlerin Merkel: "Europa ist und bleibt eine großartige Friedensidee"

Das vollständige Interview im Wortlaut:

SuperIllu: Frau Bundeskanzlerin, Sie haben bald die erste Hälfte Ihrer zweiten Amtszeit hinter sich. Was ist Ihnen in diesen zwei Jahren gelungen, was nicht?
 
Merkel: Ein paar Monate haben wir ja noch bis zur Halbzeit, aber schon jetzt zeigt sich: Das Wichtigste ist, dass wir aus dem Tal der Wirtschaftskrise herausgekommen sind. Es war richtig, dass wir zu Beginn der Legislaturperiode einige Konjunkturmaßnahmen noch einmal verlängert haben - und es war erfolgreich. Heute wird die Kurzarbeit nur noch im normalen Umfang gebraucht. Mehr Menschen sind in Arbeit als vor der Krise; erfreulich ist auch der Rückgang der Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland. Unsere Sozialversicherungssysteme stehen solide da und dabei liegen die Beiträge nicht höher als vor der Krise. Gleich Anfang 2010 konnten wir erhebliche Steuerentlastungen umsetzen, und zwar sowohl für Familien als auch für die Wirtschaft. Wir konzentrieren uns derzeit darauf, unseren Haushalt in Ordnung zu bringen. Der Blick in einige unserer europäischen Partnerstaaten zeigt ja, dass eine zu hohe Verschuldung in die Irre führt. Und womit ich besonders zufrieden bin: Wir fördern bei allen Sparanstrengungen die Forschung und Wissenschaft noch stärker als zuvor und tun damit viel für unsere Zukunft. In letzter Zeit hat mich vor allem unser Energiekonzept beschäftigt. Was wir im Herbst schon beschlossen hatten, bedurfte jetzt noch einmal einer Neubewertung...

SuperIllu: Sie meinen den Atomausstieg...
 
Merkel: Fukushima hat meine Einstellung zur Belastbarkeit von Wahrscheinlichkeitsannahmen, also der Bewertung des Restrisikos der Kernkraft, verändert, und wir haben daraus jetzt die Konsequenzen gezogen. Wir werden mit aller Kraft den Umstieg ins Zeitalter der Erneuerbaren Energien beschleunigen.

SuperIllu: Die schwarz-gelbe Kehrtwende in der Atompolitik sorgt nachhaltig für Irritationen. Offensichtlich hat die Begründung viele noch nicht überzeugt, gerade auch im eigenen Lager. Warum fällt es Politikern so schwer, einfach zu sagen: Sorry, wir haben mit der Laufzeitverlängerung einen Fehler gemacht, den wir jetzt korrigieren.
 
Merkel: Ich habe, wie gesagt, angesichts einer Katastrophe, die ich in einem Hochtechnologieland wie Japan nicht für möglich gehalten hätte, meine Einstellung zur Bewertung des Restrisikos der Kernenergie geändert. Die allermeisten Menschen verstehen das. Bei manchen gibt es Zweifel, ob die Energiewende so schnell zu schaffen ist, weil die Erfahrung lehrt, dass allein der Bau einer neuen Hochspannungsleitung in Deutschland bis zu zehn Jahre dauern kann. Darin liegt für mich die Herausforderung der nächsten Jahre: Wenn nach Fukushima große Einigkeit herrscht, dass wir so schnell wie möglich aus der Atomkraft aussteigen wollen, dann muss es mit dem Bau der nötigen Infrastruktur für die Erneuerbaren Energien auch schneller gehen als bisher. Wir haben mit dem beschleunigten Autobahnausbau in den neuen Bundesländern gezeigt, dass so etwas zu schaffen ist. Daran sollten wir jetzt anknüpfen.

SuperIllu: Der neue grüne Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, hat Ihren Atomausstieg begrüßt, während die Grünen-Bundesspitze noch haderte. Wie haben Sie Herrn Kretschmann jetzt bei der Ministerpräsidentenrunde erlebt, wie finden Sie ihn als Typ?
 
Merkel: Zunächst einmal möchte ich daran erinnern, dass Rot-Grün seinerzeit ein Konzept ausgehandelt hatte, das zwar den Ausstieg aus der Atomkraft festlegte, aber noch nicht alles Notwendige für den Umstieg auf andere Energieformen tat. Wir benennen heute das Ziel das Zeitalter der Erneuerbaren Energien - und den Weg dorthin. Dass Herr Kretschmann sich positiv zu unseren Plänen geäußert hat. freut mich. Ich habe die Grünen und die SPD immer über unsere Überlegungen und Pläne informiert.

SuperIllu: Und wie ist nun Ihr Eindruck vom ersten grünen Ministerpräsidenten?
 
Merkel: Herr Kretschmann geht überlegt an die Dinge heran. Mein Angebot an ihn wie an alle Ministerpräsidenten, fair zusammenzuarbeiten, steht.

SuperIllu: Wie bewerten Sie generell den Höhenflug der Grünen? Sehen Sie die Partei auch bis zur nächsten Bundestagswahl so stabil bei 20 Prozent?
 
Merkel: Der derzeitige Stand der Grünen ist nicht von der Schwäche der SPD zu trennen. Dessen ungeachtet werden sie zeigen müssen, wofür sie stehen - zum Beispiel, ob sie wirklich für Erneuerbare Energien mit allem, was das mit sich bringt, also für Pumpspeicherkraftwerke und Netzausbau, eintreten oder ob sie - wie lange Zeit bei der Kernkraft - sich gegen solche notwendigen Maßnahmen wenden werden, ohne die aber der Ausstieg nicht gelingen kann. Dagegensein ist aber auf Dauer keine konstruktive Haltung.

SuperIllu: Mal abgesehen von der Umsetzung der Energiewende: Was wird das große Thema der zweiten Hälfte Ihrer Legislaturperiode sein, das Thema, mit dem Sie 2013 vor die Wähler treten wollen?
 
Merkel: Die Themen, mit denen man vor die Wähler tritt, legt man als Politiker nicht unbedingt am grünen Tisch und schon gar nicht über zwei Jahre vor dem nächsten Wahltermin fest. Die jeweils aktuellen Themen haben mit den Sorgen der Menschen zum gegebenen Zeitpunkt zu tun, und manchmal werden sie einem auch von außen vorgegeben. Unabhängig davon stehen zwei Themen für uns in der Bundesregierung in den nächsten Jahren im Mittelpunkt: Das eine ist der sogenannte demografische Wandel. Weniger Kinder wachsen nach, die Menschen werden, worüber man sich ja freuen kann, immer älter - das wirkt sich natürlich auf die Balance in unserer Gesellschaft zwischen Alten und Jungen, zwischen Erwerbstätigen und Rentnern aus. Gerade in den neuen Ländern erleben wir das ja schon massiv. Die Herausforderung liegt darin, diesen Wandel so zu gestalten, dass der Zusammenhalt zwischen den Generationen nicht zerbricht. Das zweite große Thema ist die weitere Entwicklung in Europa. Wir müssen uns immer wieder klarmachen, wofür wir Europa brauchen, warum diese EU letztlich ein Glück für uns ist. Wir müssen verstehen lernen, dass wir in einer Welt mit bald sieben Milliarden Einwohnern mit unseren gut 80 Millionen zwar das größte EU-Mitglied sind, aber doch alleine sehr wenig ausrichten können - und dass wir deshalb auf dieses Europa als Hort gemeinsamer Werte und Ziele angewiesen sind. Europa ist und bleibt eine großartige Friedensidee und Friedensgemeinschaft.

SuperIllu: Die Arbeitslosigkeit ist ja zum Glück wohl nicht mehr das ganz große Thema...
 
Merkel: Es ist erfreulich, dass die Zahl der Arbeitslosen inzwischen unter drei Millionen gesunken ist - trotzdem bleibt das für mich ein großes Thema. Wir haben immer noch zu viele Langzeitarbeitslose, auch wenn deren Zahl jetzt erstmals zurückgegangen ist. Für die Betroffenen und ihre Familien ist das eine sehr schwierige Situation und für die Staatsfinanzen auch. Wenn man bei einem Gesamthaushalt von etwa 300 Milliarden Euro rund 40 Milliarden für die Unterstützung Langzeitarbeitsloser und anderer erwerbsfähiger Bedürftigen ausgibt, ist das immer noch zu viel. Wenn ich mir außerdem vorstelle, wie wir dieses Geld in Infrastruktur, in Bildung und Forschung und andere sinnvolle Dinge investieren könnten, dann wird klar, dass wir diese Langzeitarbeitslosigkeit im Interesse der Betroffenen und unseres Landes weiter abbauen müssen.

SuperIllu: Die Euro-Rettung scheint eine Herkules-Aufgabe zu sein. Beifall vom deutschen Wähler für Ihren Einsatz ist dennoch nicht zu erwarten, im Gegenteil. Wie viel Hilfe für Beinahe-Pleitestaaten können Sie noch leisten, bevor Ihre Koalition krachen geht?
 
Merkel: Sowohl die Union als auch die FDP haben über die gesamte Geschichte der Bundesrepublik hinweg immer wieder gezeigt, dass sie um den Wert und die Bedeutung der europäischen Einigung wissen. Europa ist und bleibt ein Geschenk für uns.

SuperIllu: Wo stehen wir denn derzeit in der Euro- Krise? Haben wir die Talsohle schon erreicht, und demnächst geht es aufwärts? Oder haben wir den Tiefpunkt erst noch vor uns?
 
Merkel: Wir arbeiten im Grunde die Sünden der Vergangenheit ab. Die Schuldenkrisen, die Griechenland, Portugal und Irland jetzt durchleiden. sind allesamt aus früheren Fehlern entstanden, übrigens nicht unbedingt in jedem Land die gleichen Fehler. Für die Gegenwart sind wir in Europa schon sehr viel besser gerüstet. Aber die Versäumnisse der Vergangenheit sind eben beträchtlich. Die Frage ist, wie schnell Länder wie Griechenland oder Portugal wieder zu Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum zurückkehren können. Griechenland beispielsweise hat in einem Jahr Erhebliches geschafft, das sollten wir anerkennen. Es hat seine Neuverschuldung um über fünf Prozentpunkte gesenkt, das ist eine gewaltige Sparleistung, aber es reicht noch nicht. Da liegt noch ein längerer Weg vor den Griechen und anderen Völkern. Sie brauchen dafür unsere Solidarität, und die sind wir auch bereit zu geben, wenn die betroffenen Staaten ihrerseits in ihren Anstrengungen nicht nachlassen. Gefragt ist also die richtige Mischung aus Fordern und Geduld.

SuperIllu: Ein Thema, das viele unserer Leser bewegt: Im Koalitionsvertrag steht als Ziel für diese Legislaturperiode die Einführung eines "einheitlichen Rentensystems in Ost und West". Wir hatten bisher das Gefühl, das wird auf die lange Bank geschoben. Kommt die Angleichung nun doch noch bis 2013? Und wenn ja: Wer wird profitieren, wer wird Nachteile erleiden?
 
Merkel: Es wird keine Regelung geben, bei der der Ost-Rentner der Zukunft weniger hat als der Ost-Rentner von heute. Genau das aber könnte passieren, wenn man die Rentensysteme jetzt vorschnell angleichen würde. Die Aufgabe ist also nicht einfach, und wir arbeiten daran.

SuperIllu: Reden wir vom Bestandsrentner oder vom heutigen Arbeitnehmer, der irgendwann in Rente geht?
 
Merkel: Ich rede von allen, weil es nicht hilft, wenn der heutige Rentner geschützt ist, aber der künftige Rentner in Schwierigkeiten kommt, weil die Höherwertung der Rentenbeiträge für Arbeitnehmer in den neuen Ländern dann entfällt.

SuperIllu: Die Erwartung der heutigen Rentner im Osten ist doch schlicht und einfach, dass der Rentenwert möglichst bald von 24,37 Euro Ost auf 27,47 Euro West angehoben wird...
 
Merkel: Wir arbeiten an einer gerechten Lösung.

SuperIllu: Sie haben mit Atomausstieg und Eurokrise jede Menge um die Ohren. Mitte Juli beginnt die parlamentarische Sommerpause. Werden Sie dann überhaupt dazu kommen, Urlaub zu nehmen?
 
Merkel: Ich hoffe doch. Bisher hat's noch jedes Jahr geklappt.

SuperIllu: Wohin geht's?
 
Merkel: Dass ich die Wagner-Festspiele in Bayreuth auch in diesem Jahr besuchen möchte, ist sicherlich keine Überraschung mehr. Und ansonsten geht's zum eigentlichen Sommerurlaub in die Berge. Aber natürlich hoffe ich auch, das eine oder andere Sommerwochenende in der Uckermark verbringen zu können.

SuperIllu: Was ist für Sie Heimat?
 
Merkel: Heimat ist für mich die Landschaft der Uckermark mit den vielen Seen und Wäldern.

SuperIllu: Gibt es einen typischen Geruch, den Sie mit Ihrer Heimat verbinden?
 
Merkel: Im Frühjahr die Fliederblüte, im Sommer der ätherische Geruch der Kiefernwälder.

SuperIllu: Und ein typischer Geschmack?
 
Merkel (zögert kurz): Kartoffeln!

SuperIllu: Und welches Lied haben Sie im Kopf, wenn Sie an Heimat denken?
 
Merkel: "Alle Vögel sind schon da" und "Der Mond ist aufgegangen" - das sind Lieder, die ich von Kindheit an mit Heimat verbinde. Und wenn's um meine politische Heimat Mecklenburg- Vorpommern geht: Da wird gerne das "Pommernlied" gesungen - sehr melancholisch, sehr schön! Wenn das angestimmt wird, da bleibt man nicht sitzen, da steht man auf.

SuperIllu: Wann haben Sie das letzte Mal gegrillt? Und wenn ja was?
 
Merkel: Voriges Jahr. Diese Saison bin ich noch nicht dazu gekommen, aber der Sommer hält ja hoffentlich noch eine Weile an. Wenn, dann lege ich gerne Forelle oder Steak auf den Grill.

SuperIllu: Was ist für Sie der Inbegriff eines gelungenen Sommertages?

Merkel: Dass es trocken bleibt, dass man rausgehen kann, ohne Regensachen mitschleppen zu müssen.

SuperIllu: Träumen Sie manchmal davon, einen ganzen Tag lang nicht erreichbar sein zu müssen?
 
Merkel: Als Bundeskanzlerin muss ich immer erreichbar sein, und das akzeptiere ich voll und ganz. Ich freue mich natürlich, wenn es am Wochenende oder im Urlaub Tage gibt, an denen mein Telefon fast oder ganz ruhig bleibt. Seit wir SMS und E-Mail haben und nicht mehr ständig das Telefon klingelt, ist es ohnehin deutlich angenehmer geworden. Hinzu kommt: Die Menschen in meinem Umfeld sind sehr diszipliniert und schicken mir nur Nachrichten, die wirklich notwendig sind.

SuperIllu: Darf Ihr Mann Sie auch "einfach mal so" anrufen?
 
Merkel: Das darf er. Aber er ist auch meistens schwer beschäftigt (lächelt).

SuperIllu: Was ist Ihr Rezept zur Stressbewältigung an einem 16-Stunden-Arbeitstag?
 
Merkel: Einfach ab und zu mal lachen. Es hat mich ja niemand gezwungen, Bundeskanzlerin zu werden. Die Arbeit ist für mich wirklich nicht nur Last, sondern macht mir immer auch Freude. 

Das Interview führten Robert Schneider und Dirk Baller. In: SuperIllu, 22.06.2011.

Donnerstag, 23. Juni 2011

Transatlantische Zusammenarbeit gestalten – Gratulation an Harald Leibrecht - CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag: Presse - Pressemitteilungen

Bundesaußenminister Westerwelle hat in Abstimmung mit der Bundeskanzlerin entschieden, dass Harald Leibrecht, neuer Koordinator für die transatlantische Zusammenarbeit wird. Dazu erklärt der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Philipp Mißfelder:


„Die transatlantische Gemeinschaft ist auf einem festen Fundament gemeinsamer Werte und Interessen gegründet. Zusammen mit unseren Freunden in den USA und Kanada streben wir danach, dass weltweit mehr und mehr Menschen ihr Leben auf der Grundlage von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten gestalten können. Dafür brauchen wir die Zusammenarbeit über den Atlantik hinweg, die jede Generation neu pflegen und gestalten muss.

Harald Leibrecht vereint in seiner Person enge Bindungen an die USA und weit reichende Erfahrungen vor allem im Bereich des Kulturaustauschs. Auf dieser Grundlage wird er erfolgreich für das transatlantische Verhältnis wirken.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion gratuliert ihm sehr herzlich zu seiner bevorstehenden Ernennung zum Koordinator für die transatlantische Kooperation. Wir freuen uns darauf, ihn bei seiner neuen Aufgabe mit voller Kraft zu unterstützen.

An Hans-Ulrich Klose geht unser Dank dafür, dass er sich in seiner außenpolitischen Arbeit und zuletzt im Amt des Koordinators mit besonderem Einsatz für die transatlantischen Beziehungen engagiert hat.“

Hintergrund:
Seit 1981 gibt es im Auswärtigen Amt den Koordinator für die Zusammenarbeit mit den USA und Kanada. Zuletzt bekleidete Hans-Ulrich Klose bis zu seinem Rücktritt Anfang 2011 dieses Amt.

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Montag, 31. Januar 2011

Auswärtiges Amt: Deutscher Außenminister und Vizekanzler Dr. Guido Westerwelle in Israel


Deutsch-israelischer Austausch

Der deutsche Außenminister und Vizekanzler Dr. Guido Westerwelle ist am 30. Januar 2011 zu Gesprächen nach Israel gereist. 

Die Gespräche mit Westerwelles israelischem Amtskollegen Avigdor Liberman waren Teil der deutsch-israelischen Regierungskonsultationen, die am 31. Januar 2011 in Jerusalem stattfanden.

Im Zentrum der Gespräche standen aktuelle regionale Fragen, wie der Nahostfriedensprozess oder die Situation in Ägypten.

Diese Themen wurden auch beim EU-Außenministerrat in Brüssel am 31. Januar 2011 behandelt, an dem Außenminister Westerwelle teilnahm.

Die deutsch-israelischen Regierungskonsultationen fanden 2011 zum dritten Mal statt.

Die ersten Konsultationen fanden 2008 aus Anlass des 60-jährigen Bestehens des Staates Israel statt.

Durch die Institutionalisierung soll eine enge Zusammenarbeit auf einer großen Bandbreite von Themen sichergestellt werden.

Neben der deutschen Bundeskanzlerin Merkel und dem deutschen Außenminister  und  Vizekanzler Westerwelle nahmen  auch der deutsche Wirtschaftsminister Brüderle, der Innenminister De Maziere, der Umweltminister Röttgen, der Verkehrsminister Ramsauer, die Landwirtschaftsministerin Aigner, die Familienministerin Schröder und der Entwicklungsminister Dirk Niebel an den diesjährigen Konsulationen teil.

Gemeinsame Absichtserklärung © photothek / Grabowsky
Gemeinsame Absichtserklärung
© photothek / Grabowsky


Vergrößern

Jugend beider Länder zusammenbringen

 

Zudem unterzeichneten die Minister eine Gemeinsame Absichtserklärung, die auf eine verstärkte Zusammenarbeit im Jugend- und Kulturaustausch abzielt.

Der Dialog zwischen jungen Menschen wird besondere Bedeutung zugemessen und soll weiter ausgebaut werden.

Auch der wissenschaftliche Austausch soll erweitert und die Zahl von Stipendien erhöht werden.

Die kulturellen Beziehungen zwischen Israel und Deutschland sind vielfältig.

Die kulturellen Aktivitäten in Israel sind aber von der herrschenden Sicherheitslage beeinflusst.

Nach einem Rückgang der Aktivitäten während der sogenannten Zweiten Intifada nimmt die Zahl deutscher Künstler und Kulturschaffender, die nach Israel reisen, aber wieder zu. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Schüler- und Studentenaustausch, wie das Johannes-Rau-Stipendienprogramm für hochqualifizierte Schüler aus Israel.


Stand 31.01.2011

 © picture-alliance/dpa

Israel

Sonntag, 30. Januar 2011

Joint statement of President Sarkozy of France, Chancellor Angela Merkel of Germany and Prime Minister David Cameron of United Kingdom to Egypt




Davos Saturday, 29.01.2011

We are deeply concerned about the events that we are witnessing in Egypt. We recognise the moderating role President Mubarak has played over many years in the Middle East. We now urge him to show the same moderation in addressing the current situation in Egypt.

We call on President Mubarak to avoid at all costs the use of violence against unarmed civilians, and on the demonstrators to exercise their rights peacefully.


It is essential that the further political, economic and social reforms President Mubarak has promised are implemented fully and quickly, and meet the aspirations of the Egyptian people.


There must be full respect for human rights and democratic freedoms, including freedom of expression and communication including use of telephone and internet, and the right of peaceful assembly.


The Egyptian people have legitimate grievances and a longing for a just and better future. We urge President Mubarak to embark on a process of transformation which should be reflected in a broad-based government and in free and fair elections.

Quelle: 
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Freitag, 14. Januar 2011

Europapreis für die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel




Die Europa-Gesellschaft Coudenhove-Kalergi hat Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem Europapreis 2010 ausgezeichnet. Der Preis wird alle zwei Jahre für außerordentliche Verdienste im europäischen Einigungsprozess verliehen.

Merkel betonte bei der Entgegennahme im Bundeskanzleramt, die Auszeichnung sei ihr Ansporn, mit ihrer Arbeit für Europa engagiert fortzufahren. Sie wies dabei auf die gerade durch die gemeinsame Währung erreichte Vertiefung der europäischen Integration hin. "Wir werden jetzt natürlich dafür kämpfen, dass diese Währung stark ist, dass sie auf den internationalen Märkten bestehen kann, dass sie verbunden ist mit einer hohen Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union und einem großen sozialen Zusammenhalt und einem klaren Wertefundament."


Merkel würdigte zugleich das beständige Arbeiten der Europa-Gesellschaft für die europäische Idee und den europäischen Einigungsprozess.

"Kraftvolles Engagement"

Die Europa-Gesellschaft begründet die Preisvergabe mit dem kraftvollen Engagement der Bundeskanzlerin und ihren ausgleichenden Interventionen bei der vertraglichen Weiterentwicklung der Europäischen Union.
Hervorgehoben werden vor allem Merkels entscheidende stabilitätsorientierte Beiträge, um die Zukunft des europäischen Projektes zu sichern.

Mit Merkel wird bereits dem zweiten deutschen Regierungschef (nach Helmut Kohl 1990) dieser Preis zuerkannt. Letzer Preisträger im Jahr 2008 war der frühere polnische Außenminister und jetzige Deutschland-Beauftragte der polnischen Regierung, Władysław Bartoszewski.

Der Europapreis geht auf den Diplomaten, Philosophen und Publizisten Richard Coudenhove-Kalergi zurück. Dessen Familie war in mehreren europäischen Ländern verwurzelt. Im Jahr 1922 gründete Coudenhove-Kalergi die Paneuropa-Union, die älteste europäische Einigungsbewegung, der unter anderem Albert Einstein und Konrad Adenauer angehörten. Er wird damit als Begründer der modernen demokratischen Europa-Idee betrachtet.

Die Coudenhove-Kalergi-Stiftung wurde 1978 von der Paneuropa-Union zur Stärkung der europäischen Einigungsidee ins Leben gerufen. 2008 wurde sie in eine Gesellschaft mit Sitz in Wien umgewandelt.

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Dienstag, 8. Juni 2010

Bundeskanzlerin Angela Merkel: Termine vom 7. bis 13. Juni 2010

Deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel: Termine vom 7. bis 13. Juni 2010

Kalender der deutschen Bundeskanzlerin Kalenderwoche vom 7.6.2010 - 14.6.2010

Bundeskabinett

7. Juni 2010
Am Montag wird die Kabinettklausur vom Vortag fortgesetzt.

Internationale Luft- und Ramfahrtausstellung (ILA)

8. Juni 2010
Heute eröffnet Angela Merkel mit einer Rede und einem Messerundgang die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung. Dort wird auch die Schweizer Bundespräsidentin Doris Leuthard erwartet. Die Schweiz ist dieser Jahr Partnerland der ILA.

Deutscher Schulpreis

9. Juni 2010
Am Mittag wird Angela Merkel den diesjährigen Deutschen Schulpreis in Berlin verleihen. Der Preis zeichnet hervorragende Schulen aus, die es schaffen, für Leistung und Kreativität zu begeistern, Lernfreude, Fairness und Verantwortung zu vermitteln.

Besuch im Kanzleramt

10. Juni 2010
Mittags empfängt die Bundeskanzlerin den Präsidenten des Europäischen Rates, Herman van Rompuy. Das Treffen dient der Vorbereitung des Europäischen Rates am 17. Juni 2010 .

Am Nachmittag kommt Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder zusammen. Auf der Tagesordnung steht unter anderem die Steigerung der Ausgaben für Bildung und Forschung.

Am Abend hält die Kanzlerin eine Festrede zum 90-jährigen Bestehen des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft. Der Stifterverband ist eine Gemeinschaftsaktion der deutschen Wirtschaft. In ihm haben sich rund 3.000 Unternehmen, Unternehmensverbände, Stiftungen und Privatpersonen zusammengeschlossen, um Wissenschaft, Forschung und Bildung zu fördern.

Deutscher Feuerwehrverband

11. Juni 2010
Am Morgen reist Angela Merkel nach Leipzig zur Delegiertenversammlung des Deutschen Feuerwehrverbandes und hält dort eine Rede.

Auch zum Tag des deutschen Familienunternehmens wird die Kanzlerin am Freitagnachmittag eine Festrede in Berlin halten.

Am Abend empfängt die Bundeskanzlerin den EU-Kommissionspräsidenten Barroso zu
einem Gespräch im Kanzleramt. Dieses Gespräch dient der Vorbereitung des Europäischen Rates am 17. Juni 2010.

Norwegisches Kronprinzenpaar

12. Juni 2010
Auf Einladung und unter Begleitung der Kanzlerin besuchen heute der Kronprinz
Haakon von Norwegen und Kronprinzessin Mette-Marit Mecklenburg Vorpommern.

Der aktuelle Videopodcast der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Thema "Bildung liegt mir sehr am Herzen" finden Sie unter:


http://www.bundeskanzlerin.de/nn_707282/Content/DE/Podcast/2010/2010-06-05-Video-Podcast/2010-06-05-video-podcast.html


Berichte, Reden, Interviews und mehr unter:

http://www.bundeskanzlerin.de

Freitag, 16. April 2010

Afghanistan-Einsatz - Bundeskanzlerin Angela Merkel drückt Beileid aus

Afghanistan-Einsatz - Bundeskanzlerin Angela Merkel drückt Beileid aus

Christlich Demokratische Union Deutschlands

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Angehörigen der vier am Donnerstag in Afghanistan gefallenen Soldaten ihr tief empfundenes Beileid ausgedrückt. Den verletzten Soldaten wünschte sie am Rande ihres USA-Besuchs möglichst schnelle Genesung. "Unsere Gedanken sind in diesen Stunden bei den Angehörigen, aber genauso bei den Soldaten im Einsatz", sagte Merkel in San Francisco.
Angela Merkel "Die Soldaten sind in einem schwierigen Einsatz gefallen."

Auszüge des Statements von Angela Merkel im Wortlaut:

Ich habe heute von dem Tod von vier Soldaten und von der Verwundung mehrerer Soldaten erfahren. Die Soldaten sind in einem schwierigen Einsatz gefallen. Ich spreche den Angehörigen mein tief empfundenes Beileid aus und wünsche, dass die Verletzten möglichst schnell wieder gesund werden. Unsere Gedanken sind in diesen Stunden bei den Angehörigen, aber genauso bei den Soldaten im Einsatz.

Ich habe heute mit dem Bundesaußenminister und dem Bundesverteidigungsminister telefoniert. Der Bundesverteidigungsminister ist zurück nach Masar-i-Sharif gefahren, um in dieser schwierigen Stunde wieder bei den Soldaten zu sein. Ich habe ihn natürlich auch gebeten, den Soldaten mein Beileid zu überbringen.

Ich glaube, es ist wichtig, dass der Bundesverteidigungsminister bei den Soldaten ist, aber auch, dass die Soldaten in diesem schwierigen Einsatz die Unterstützung von uns allen haben, der aber der Sicherheit unseres Landes dient und der durchgeführt werden muss, damit wir die Übergabe in Verantwortung an die afghanischen Kräfte eines Tages auch wirklich durchführen können. (...)

Ich glaube nicht, dass wir ein neues Bundestagsmandat brauchen. Wir haben in diesem Bundestagsmandat alle Voraussetzungen dafür getroffen, dass wir die Bereiche Sicherheit und Entwicklung in Afghanistan vernünftig verknüpfen können und dass die Übergabe in Verantwortung möglich ist. Ich glaube, wir haben auch sehr deutlich gemacht, dass dieser Einsatz leider mit großen Gefahren verbunden ist. Ich glaube also, das Mandat ist eine Grundlage dafür, dass die Soldaten ihre Arbeit und ihren Auftrag erfüllen können. Wichtig ist, dass wir unsere Soldaten in dieser schwierigen Stunde auch unterstützen.

Quelle: Bundeskanzleramt

Sonntag, 21. März 2010

31. Landesparteitag der CDU NRW in Münster

31. Landesparteitag der CDU NRW in Münster

Der 31. Landesparteitag der CDU NRW fand 2010 in Münster statt.

Gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel schwor Ministerpräsident Jürgen Rüttgers die Delegierten in Münster auf die anstehende Landtagswahl am 9. Mai 2010 ein.

Außerdem wurde Andreas Krautscheid mit 99,5% zum neuen Generalsekretär gewählt.

Mönchengladbach: Angela Merkel kommt am 3. Mai 2010 RP ONLINE

Mönchengladbach: Angela Merkel kommt am 3. Mai 2010

RP ONLINE

Am 3. Mai wird Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einer großen Wahlkampfveranstaltung im Borussia-Park in Mönchengladbach eine Rede halten.

Die CDU-NRW rechnet mit mehr 2000 Besuchern.

Bundeskanzler a.D Dr. Helmut Kohl machte als Kanzler damals im Gegensatz zu Bundeskanzler a. D. Gerhard Schröder in Gladbach Wahlkampf.

Donnerstag, 18. März 2010

Bundeskanzlerin Angela Merkel: In Regierungserklärung "Mit Mut an die Arbeit"

Bundeskanzlerin Angela Merkel: In Regierungserklärung "Mit Mut an die Arbeit"

Christlich Demokratische Union Deutschlands - die zentrale Internetplattform der CDU, der Volkspartei der Mitte.

Bundeskanzlerin Angela Merkel: Mit Mut an die Arbeit

Deutschland steht nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel vor einer "Herkulesaufgabe": In den nächsten Jahren müsse es gelingen, eigentlich Unvereinbares zusammenzubringen, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Generaldebatte zum Haushalt 2010 im Deutschen Bundestag.

Konkret nannte die Bundeskanzlerin Haushaltskonsolidierung und die Schaffung von Wachstum.

Zugleich zog Regierungschefin Angela Merkel eine positive Bilanz der Krisenbekämpfung. Es sei gelungen, den Finanzsektor insgesamt zu stabilisieren und den Einbruch der Realwirtschaft zu dämpfen.


Die Regierungserklärung von Bundeskanzlerin Merkel im Wortlaut.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

Flugblatt der Woche zum Bundeshaushalt 2010.

Mittwoch, 17. März 2010

Regierungserklärung von Bundeskanzlerin Angela Merkel vom 17. März 2010

Regierungserklärung von Bundeskanzlerin Angela Merkel vom 17. März 2010

"Wir gehen mit Mut an die Arbeit"

Deutschland steht nach Ansicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel vor einer "Herkulesaufgabe": In den nächsten Jahren müsse es gelingen, eigentlich Unvereinbares zusammenzubringen, sagte Merkel am Mittwoch in der Generaldebatte zum Haushalt 2010. Konkret nannte sie Haushaltskonsolidierung und die Schaffung von Wachstum. Zugleich zog die Regierungschefin eine positive Bilanz der Krisenbekämpfung. Es sei gelungen, den Finanzsektor insgesamt zu stabilisieren und den Einbruch der Realwirtschaft zu dämpfen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel Bundeskanzlerin Merkel: Die beste Wachstumsstrategie besteht darin, möglichst viele Arbeitsplätze zu schaffen. Foto: Hammes

Angesichts der krisenbedingten Rekordneuverschuldung von 80 Milliarden Euro in diesem Jahr schwor die Bundeskanzlerin die Bürger auf härtere Zeiten ein. "Wir werden schwierige Sparmaßnahmen vor uns haben", betonte Merkel mit Blick auf das strukturelle Haushaltsdefizit von 66 bis 67 Milliarden Euro in den Jahren 2011 bis 2015. "Das heißt, wir müssen pro Jahr zehn Milliarden Euro abbauen". Dies sei nur mit einem "harten Sparkurs" möglich. Um den Aufschwung dabei nicht zu gefährden, arbeite die Bundesregierung an einer "klugen Exit-Strategie" aus den staatlichen Konjunkturprogrammen.

"Rolle rückwärts" der SPD in der Sozialpolitik

Die beste Wachstumsstrategie bestehe darin, möglichst viele Arbeitsplätze zu schaffen, sagte Merkel. Denn Arbeit bedeute nicht nur gesellschaftliche Teilhabe und Mitbestimmung, sondern sie ermögliche auch Lebenserfüllung. Deshalb werde die christlich-liberale Koalition alles daran setzen, um möglichst viele der fünf Millionen Hartz-IV-Empfänger in ein qualifiziertes Beschäftigungsverhältnis zu vermitteln. In diesem Zusammenhang bescheinigte die Kanzlerin der SPD eine "Rolle rückwärts" in der Sozialpolitik: Wer Arbeitslosengeld II ohne Vermögensprüfung einführen wolle, sei auf dem "falschen Tripp". Bis heute hätten es die Sozialdemokraten versäumt, ihren Anhängern zu erklären, dass die Hartz-IV-Reformen für mehr Beschäftigung gesorgt hätten.

Neben einer Neuregelung der Hinzuverdienstgrenzen für Arbeitslosengeld-II-Bezieher will die christlich-liberale Koalition Schwerpunkte in den Bereichen Gesundheit, Forschung, Bildung und auf dem Energiesektor setzen. In diesem Zusammenhang sprach sich die Kanzlerin erneut für die Beibehaltung der Kernenergie als "Brückentechnologie" aus. Deutschland soll nach dem Willen der Regierung Industriestandort bleiben. Dazu sei eine bezahlbare, sichere und umweltverträgliche Energieversorgung die Voraussetzung. Im Bereich Bildung will sich der Bund stärker engagieren und die zusätzlich benötigten 13 Milliarden Euro zu 40 Prozent mittragen.

"Wahrheit und Klarheit" bei Missbrauchsfällen

Mit Blick auf die jüngst bekannt gewordenen Fälle von Kindesmissbrauch forderte die Regierungschefin eine konsequente Aufklärung. "Sexueller Missbrauch an Kindern und Schutzbefohlenen ist ein verabscheuungswürdiges Verbrechen", betonte Merkel. Die einzige Möglichkeit der Gesellschaft, mit diesen Fällen klarzukommen, sei: "Wahrheit und Klarheit über alles, was passiert ist". Die Betroffenen müssten sich in der Gesellschaft wieder aufgehoben fühlen können. Die Kanzlerin erinnerte daran, dass Missbrauch sich auch heutzutage immer noch ereigne. Vor diesem Hintergrund begrüßte sie, dass der geplante Runde Tisch der Bundesregierung sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft blicke.

Debatte über deutsche Exportstärke falscher Weg

Ausdrücklich wies die Kanzlerin Kritik von EU-Mitgliedstaaten an der Exportstärke Deutschlands zurück. "Dort, wo wir stark sind, werden wir unsere Stärken nicht aufgeben", versicherte Merkel. Die Bundesregierung werde weiterhin eine Politik betreiben, die die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands nach vorne bringe. Es sei falsch, sich nach demjenigen zu richten, der am langsamsten sei. Darüber eine Diskussion zu führen, halte sie für den falschen Weg.

Keine Alternative zu Sparprogramm Griechenlands

Vor dem Hintergrund der Krise des Euro-Raums plädierte die Regierungschefin dafür, langfristig die Möglichkeit zum Ausschluss eines Landes aus der Euro-Zone zu schaffen. Dies müsse eine Konsequenz aus der Überschuldung Griechenlands sein. Wenn Länder immer wieder gegen die Stabilitätsregeln verstießen und absehbar sei, dass sie diese nicht einhalten könnten, müsse ein Ausschluss als letzte Möglichkeit durchgesetzt werden können.

Zugleich warnte Merkel vor schnellen Finanzhilfen für das überschuldete Griechenland. Hier gehe es darum, langfristig Stabilität zu schaffen. Eine rasche Hilfe sei nicht die richtige Antwort. Denn die dramatische Lage in Griechenland sei nicht durch Spekulanten hervorgerufen worden, sondern sei durch eine langjährige Verletzung des Stabilitäts- und Wachstumspaktes. Deshalb gebe es keine Alternative zu dem griechischen Sparprogramm.


Montag, 8. März 2010

Kalender von Bundeskanzlerin Angela Merkel vom 8.3.2010 - 15.3.2010

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Kalender der Bundeskanzlerin Kalenderwoche vom 8.3.2010 - 15.3.2010

Gespräch mit Jean-Claude Juncker

9. März 2010

Während ihres Luxemburg-Besuchs wird die Kanzlerin mit Premierminister Jean-Claude Juncker sprechen. Am Nachmittag wird Angela Merkel im Rahmen einer Audienz von seiner Königlichen Hoheit, Großherzog Henri von Luxemburg, empfangen.

Weiterhin sind Gespräche mit dem Präsidenten der luxemburgischen Abgeordnetenkammer, Laurent Mosar, und dem Präsidenten des Europäischen Gerichtshofs, Vassilios Skouris, geplant.

Besuch des französischen Premierministers und Kabinettssitzung

10. März 2010
Die Kanzlerin leitet am Vormittag die Kabinettssitzung .

Am Nachmittag empfängt Angela Merkel den französischen Premierminister François Fillon zu einem Gespräch im Bundeskanzleramt. Im Mittelpunkt des Gesprächs werden die Konkretisierung der deutsch-französischen Agenda 2020 sowie Wirtschafts- und EU-Themen stehen.

Reise in die Niederlande

11. März 2010
Auf Einladung des niederländischen Ministerpräsidenten Jan Peter Balkenende reist die Kanzlerin nach Den Haag. Sie wird dort auch von Ihrer Majestät, Königin Beatrix, empfangen.

Anschließend spricht die Bundeskanzlerin mit ihrem niederländischen Amtskollegen Balkenende.

Die aktuelle Videopodcast "Ehrenamt verdient einen Preis" von Bundeskanzlerin Angela Merkel finden Sie hier.

Reden der Bundeskanzlerin Angela Merkel finden Sie hier.

Interviews und Beiträge der Bundeskanzlerin Angela Merkel hier.