Posts mit dem Label Westerwelle werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Westerwelle werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 13. August 2011

Auswärtiges Amt Bundesminister Westerwelle aus Anlass 50 Jahre Mauerbau




Bundesaußenminister Dr. Guido Westerwelle erklärte heute (13.08.) in Berlin aus Anlass des 50jährigen Jahrestags des Baus der Berliner Mauer:

„Der Bau der Mauer heute vor 50 Jahren bleibt eine Mahnung an uns alle, totalitären Weltanschauungen von links oder rechts niemals nachzugeben. Dass das wiedervereinigte Deutschland ein halbes Jahrhundert später und mehr als 20 Jahre nach dem Fall der Mauer ein geachtetes Mitglied der Völkergemeinschaft ist, erfüllt mich mit großem Dank und tiefer Freude.“

Internetangebot des Auswärtigen Amts: www.auswaertiges-amt.de

Montag, 27. Juni 2011

Auswärtiges Amt: Bundesminister Westerwelle empfängt Chinas Außenminister Yang


 
Bundesaußenminister Guido Westerwelle trifft Morgen (28.06.2011) im Rahmen der 1. Deutsch-Chinesischen Regierungskonsultationen mit dem chinesischen Außenminister Yang Jiechi zu einem Arbeitsfrühstück zusammen.
Themen der Gespräche werden die weitere Vertiefung der deutsch-chinesischen Beziehungen, internationale Fragen wie Nord-Afrika und Sudan sowie der Menschenrechts- und Rechtsstaatsdialog mit China sein.

Bilaterale Beziehungen

Internetangebot des Auswärtigen Amts: www.auswaertiges-amt.de

Freitag, 24. Juni 2011

Auswärtiges Amt - Westerwelle zur Umsetzung der Afghanistan-Strategie


Neue Phase in Afghanistan-Politik

"Die Afghanistan-Politik geht in eine neue Phase über", erklärte Außenminister Guido Westerwelle am 22. Juni. Mit jedem Monat werde die Abzugsperspektive konkreter. In diesem Sommer soll damit begonnen werden, regional die Verantwortung an die afghanischen Sicherheitsstellen zu übergeben. Damit würden auch die Voraussetzungen dafür geschaffen, zum Ende des Jahres erstmalig das deutsche Truppenkontingent reduzieren zu können.
Diese jetzt offenkundig werdende neue Phase sei Ergebnis eines Strategiewechsels, der Anfang letzten Jahres auf der Afghanistan-Konferenz in London vollzogen worden sei.

"Wir setzen auf eine politische Lösung, auf die Aussöhnung, auf die Reintegration, weil wir der Überzeugung sind, dass dieses - zusammengenommen mit der Übergabe der Sicherheitsverantwortung - uns dann auch mehr und mehr die Abzugsperspektive konkretisiert", erklärte Westerwelle.
In Kürze soll in Masar-i-Sharif im deutschen Verantwortungsbereich die Übergabe der Sicherheitsverantwortung an afghanische Sicherheitskräfte beginnen. Ingesamt beginnt dieser Prozess in drei Provinzen und vier Städten, in denen ein Viertel der afghanischen Bevölkerung lebt.

2014 ist entscheidendes Zieldatum 


Bundeswehr sichert Konvoi bei Masar-i-Sharif © picture-alliance/dpa
Bundeswehr sichert Konvoi bei Masar-i-Sharif
© picture-alliance/dpa
"Wir sind jetzt fast zehn Jahre mit Kampftruppen in Afghanistan mit der Bundeswehr engagiert", erklärte der Außenminister. "Es sollen nicht noch weitere zehn Jahre werden."
Das "entscheidende Zieldatum" sei 2014: Bis dahin wolle man soweit sein, "dass dann komplett die Sicherheitsverantwortung an die afghanischen Stellen übergeben wird." Der Zeitplan sei mit den internationalen Partnern und insbesondere auch mit dem afghanischen Präsidenten Karzai abgesprochen, so Westerwelle.

Neue Impulse durch Bonner Konferenz


Die Bundesregierung hat die Erarbeitung der neuen internationalen Afghanistan-Strategie mitgeprägt und seither konkret an ihrer Umsetzung mitgewirkt.
Nach den bisherigen Afghanistan-Konferenzen in Kabul und London wird im Dezember eine weitere in Bonn stattfinden. Sie soll vor allem in drei Bereichen Impulse geben: Erstens bei der Unterstützung des politischen Prozesses, zweitens bei der weiteren Übergabe der Sicherheitsverantwortung, drittens bei der Planung des internationalen Engagements in Afghanistan nach 2014.
Das deutsche Engagement und Interesse für Afghanistan werde nach der Übergabe der Sicherheitsverantwortung natürlich nicht beendet sein, betonte der Minister: "Aber es ist klar, dass dann die Sicherheitsverantwortung eindeutig bei den afghanischen Regierungsstellen liegen soll."

Stand 22.06.2011

Verschwiegene Wahrheit
Bilderberg, BND, CIA, Chrome-Dome, CO2, FED, Fichenskandal, MKUltra,..
www.amazon.de

Montag, 31. Januar 2011

Auswärtiges Amt: Deutscher Außenminister und Vizekanzler Dr. Guido Westerwelle in Israel


Deutsch-israelischer Austausch

Der deutsche Außenminister und Vizekanzler Dr. Guido Westerwelle ist am 30. Januar 2011 zu Gesprächen nach Israel gereist. 

Die Gespräche mit Westerwelles israelischem Amtskollegen Avigdor Liberman waren Teil der deutsch-israelischen Regierungskonsultationen, die am 31. Januar 2011 in Jerusalem stattfanden.

Im Zentrum der Gespräche standen aktuelle regionale Fragen, wie der Nahostfriedensprozess oder die Situation in Ägypten.

Diese Themen wurden auch beim EU-Außenministerrat in Brüssel am 31. Januar 2011 behandelt, an dem Außenminister Westerwelle teilnahm.

Die deutsch-israelischen Regierungskonsultationen fanden 2011 zum dritten Mal statt.

Die ersten Konsultationen fanden 2008 aus Anlass des 60-jährigen Bestehens des Staates Israel statt.

Durch die Institutionalisierung soll eine enge Zusammenarbeit auf einer großen Bandbreite von Themen sichergestellt werden.

Neben der deutschen Bundeskanzlerin Merkel und dem deutschen Außenminister  und  Vizekanzler Westerwelle nahmen  auch der deutsche Wirtschaftsminister Brüderle, der Innenminister De Maziere, der Umweltminister Röttgen, der Verkehrsminister Ramsauer, die Landwirtschaftsministerin Aigner, die Familienministerin Schröder und der Entwicklungsminister Dirk Niebel an den diesjährigen Konsulationen teil.

Gemeinsame Absichtserklärung © photothek / Grabowsky
Gemeinsame Absichtserklärung
© photothek / Grabowsky


Vergrößern

Jugend beider Länder zusammenbringen

 

Zudem unterzeichneten die Minister eine Gemeinsame Absichtserklärung, die auf eine verstärkte Zusammenarbeit im Jugend- und Kulturaustausch abzielt.

Der Dialog zwischen jungen Menschen wird besondere Bedeutung zugemessen und soll weiter ausgebaut werden.

Auch der wissenschaftliche Austausch soll erweitert und die Zahl von Stipendien erhöht werden.

Die kulturellen Beziehungen zwischen Israel und Deutschland sind vielfältig.

Die kulturellen Aktivitäten in Israel sind aber von der herrschenden Sicherheitslage beeinflusst.

Nach einem Rückgang der Aktivitäten während der sogenannten Zweiten Intifada nimmt die Zahl deutscher Künstler und Kulturschaffender, die nach Israel reisen, aber wieder zu. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Schüler- und Studentenaustausch, wie das Johannes-Rau-Stipendienprogramm für hochqualifizierte Schüler aus Israel.


Stand 31.01.2011

 © picture-alliance/dpa

Israel

Samstag, 29. Januar 2011

Auswärtiges Amt: Deutscher Bundesaußenminister und Vizekanzler Dr. Guido Westerwelle zu den Unruhen in Ägypten

Auswärtiges Amt: Deutscher Bundesaußenminister und Vizekanzler Dr. Guido Westerwelle zu den Unruhen in Ägypten


Zuspitzung der Lage in Ägypten



"Die Nachrichten und Bilder der Gewalt aus Kairo und anderen großen Städten sind erschütternd. 
Ich bin betroffen von den vielen Todesopfern und Verletzten, die die gewaltsamen Auseinandersetzungen bisher gefordert haben", so der deutsche Außenminister  und Vizekanzler Westerwelle über die Zuspitzung der Situation in Ägypten.  

In den letzten Tage haben in Ägypten die größten landesweiten Proteste seit dem Antritt von Präsident Mubarak 1981 stattgefunden.

Der deutsche Bundesaußenminister udn Vizekanzler Guido Westerwelle rief die Verantwortlichen in Ägypten und die Sicherheitskräfte auf, "sich ihrer Verantwortung bewusst zu sein, damit die Lage nicht weiter eskaliert". Gegen friedliche Demonstrationen dürfe keine Gewalt ausgeübt werden. Die ägyptische Führung müsse jetzt den Weg politischer und wirtschaftlicher Reformen einschlagen, so Westerwelle.

Jetzt Reformen umsetzen

Der deutsche Bundesaußenminister und Vizekanzler unterstrich:
"Den Worten von Präsident Mubarak müssen jetzt Taten Folgen. Er hat in seiner Rede politische und wirtschaftliche Reformen angekündigt. Diese Ankündigungen müssen jetzt schnell, mit Nachdruck und konsequent umgesetzt werden. Dauerhafte Stabilisierung braucht Demokratisierung, braucht die Achtung der Menschenrechte und die Gewährung der Meinungsfreiheit".


Am 28. Januar 2011 hatte sich auch der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning, zu den Ereignissen in Ägyten geäußert.


Markus Löning bezeichnete das Vorgehen der ägyptischen Polizeikräfte als "Schlag ins Gesicht für all diejenigen, die für Menschen- und Bürgerrechte in Ägypten eintreten". 

Er forderte die ägyptische Führung auf, keine weitere Gewalt gegen Demonstranten anzuwenden.

Auch die Presse- und Meinungsfreiheit müsse in vollem Umfang gewährleistet sein, so Löning. Die Sperrung von Internetseiten sei nicht hinnehmbar. Er forderte die ägyptische Führung dazu auf, die gesperrten Seiten unverzüglich freizugeben, alle inhaftierten Demonstranten freizulassen und in einen politischen Dialog einzutreten.

In den vergangenen Tagen demonstrierten zehntausende Menschen in den großen Städten des Landes.

Insbesondere in Kairo, Alexandria, Ismailia und Suez kam es dabei auch zu Zusammenstößen zwischen meist jugendlichen Demonstranten und Polizei. Zahlreiche Menschen wurden getötet oder verletzt. Weitere Großdemonstrationen sind angekündigt. Am 28. Januar hat die ägyptische Regierung eine landesweite nächtliche Ausgangssperre verhängt.


Information für Reisende

Das Auswärtige Amt hat angesichts der jüngsten Entwicklungen seine Reise- und Sicherheitshinweise zu Ägypten angepasst. Es steht in kontinuierlichem Kontakt mit den Reiseveranstaltern.

Die am 28. Januar 2011 verhängte nächtliche Ausgangssperre für die Städte Kairo, Alexandria und Suez ist verlängert worden. Für Details ihrer zeitlichen und örtlichen Ausdehnung wird dringend empfohlen, die aktuelle Medienberichterstattung zu verfolgen.

Die Demonstrationen richten sich nicht gegen Touristen. 

Von Reisen nach Kairo, Alexandria und Suez sowie in die urbanen Zentren im Landesinnern mit Ausnahme der Tourismusgebiete am Roten Meer wird derzeit abgeraten. Reisenden in Ägypten wird dringend empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen weiträumig zu meiden und die örtliche Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen.

Resie- und Sicherheitshinweise für Ägypten finden Sie hier: 


Stand 29.01.2011

Freitag, 28. Januar 2011

Deutscher Bundesaußenminister und Vizekanzler Dr. Guido Westerwelle dankt Hans-Ulrich Klose





Berlin/ Washington 26.01.2011

Der Koordinator für die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit, Hans-Ulrich Klose, wird zum Ende des Monats aus privaten Gründen sein Amt niederlegen.

Der deutsche Außenminister und Vizekanzler Dr. Guido Westerwelle dankte Hans-Ulrich Klose für sein erfolgreiches Wirken für die transatlantischen Beziehungen. Er sagte dazu am 26.Januar 2011 in Berlin:

"Hans-Ulrich Klose hat als Koordinator für deutsch-amerikanische Zusammenarbeit außerordentlich gute Arbeit geleistet und einen wertvollen Beitrag zu Pflege und Ausbau des transatlantischen Verhältnisses erbracht. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind unser Partner und Freund und unser wichtigster außereuropäischer Verbündeter.
Ich danke Herrn Klose für seinen Einsatz und sein unermüdliches Wirken und wünsche ihm und seiner Familie alles Gute."

Die Benennung eines Nachfolgers für Herrn Klose im Amt des Koordinators wird zeitnah erfolgen.


Donnerstag, 27. Januar 2011

Deutscher Außenminister und Vizekanzler Westerwelle: "Russische "START“-Ratifizierung stärkt Abrüstung und Bemühungen um nukleare Nichtverbreitung"




Washington/ Berlin 26.01.2011

Nach der Duma hat heute der russische Föderationsrat der Ratifizierung des START-II-Vertrages zugestimmt.


Der deutsche Bundesaußenminister und Vizekanzler Dr. Guido Westerwelle erklärte dazu am 26. Januar 2011 in Berlin:
"Die russische Zustimmung zum START-II-Vertrag besiegelt einen historischen Schritt in der Abrüstung.


Die vereinbarte Reduzierung strategischer Arsenale ist ein Zeichen an die ganze Welt, dass die beiden größten Kernwaffenstaaten zu ernsthaften Fortschritten bei der nuklearen Abrüstung bereit sind.

Ein so weit reichender Abrüstungsvertrag unterstützt auch die Bemühungen, das internationale System der nuklearen Nichtverbreitung zu stärken. Im Interesse unserer eigenen und der internationalen Sicherheit muss verhindert werden, dass immer mehr Staaten und am Ende gar Terroristen in den Besitz von Atomwaffen kommen.

Ich erhoffe mir von der Vertragsratifizierung gleichermaßen Impulse für Abrüstungsfortschritte in anderen Bereichen, etwa bei den substrategischen Nuklearwaffen oder bei den konventionellen Arsenalen.

Deutschland wird seinen Teil dazu beitragen, damit die globale Abrüstungsagenda weiter vorankommt.“
Read mor here: 

Sonntag, 23. Januar 2011

PHOENIX - "Westerwelle, Gabriel, zu Guttenberg - wer überlebt das Superwahljahr?"

Moderator Michael Hirz

Moderator Michael Hirz (Quelle:
PHOENIX/Herby Sachs)
"Westerwelle, Gabriel, zu Guttenberg - wer überlebt das Superwahljahr?"

Michael Hirz diskutiert mit Ulrich Deppendorf (Studioleiter ARD-Haupstadtstudio) und Ursula Weidenfeld (Wirtschaftsjournalistin).

Wenn Sie bei der Aufzeichnung der Sendungen "Unter den Linden" dabei sein wollen: Kartenreservierungen telefonisch unter 030-5360640

Sendetermine

Mo, 24.01.11, 19.15 Uhr

Mo, 24.01.11, 22.15 Uhr

Di, 25.01.11, 00.00 Uhr

Di, 25.01.11, 09.15 Uhr

Freitag, 21. Januar 2011

Auswärtiges Amt: Deutscher Außenminister und Vizekanzler Dr. Guido Westerwelle im Deutschen Bundestag zum ISAF-Mandat


Posted by Karl-Helmut E. Zermin


Der Deutsche Bundestag hat am 21. Januar 2011 in erster Lesung über den Bundeswehreinsatz in Afghanistan beraten.

Konkret ging es um den Antrag der Bundesregierung, die Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte am Einsatz der Internationalen Sicherheitsunterstützungstruppe in Afghanistan (ISAF) unter Führung der NATO fortzusetzen.

Der deutsche Außenminister und Vizekanzler Dr. Guido Westerwelle betonte in seiner Rede: "Wir werden in Afghanistan den Frieden nicht militärisch schaffen, sondern nur durch eine politische Lösung."

Der deutsche Außenminister und Vizekanzler warb für eine breite Mehrheit im Deutschen Bundestag für das neue Afghanistan-Mandat. Dies sei wichtig für die Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan und auch für die internationalen Verbündeten. Der Bundestag wird am 28. Januar über die Verlängerung des Einsatzes um ein weiteres Jahr entscheiden.

Hier finden Sie die:  



Die deutsche Bundesregierung beschloss die Fortsetzung des ISAF-Einsatzes am 12. Januar 2011.


Voraussetzung für den Einsatz ist die konstitutive Zustimmung des Deutschen Bundestags.


Zuletzt hatte der Bundestag am 26. Februar 2010 das Mandat für das deutsche ISAF-Engagement erteilt.

Das neu zu beschließende Afghanistan-Mandat würde bis zum 31. Januar 2012 laufen.


Es würde weiterhin nur gelten, solange eine Ermächtigung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen vorliegt. Grundlage für diese Ermächtigung sind die Resolution 1386 (2001) des VN-Sicherheitsrats und die folgenden Resolutionen - zuletzt Resolution 1943 (2010).

  © picture-alliance/dpa

© picture-alliance/dpa

Sicheres Umfeld für den Wiederaufbau


ISAF hat die Aufgabe, Afghanistan bei der Aufrechterhaltung der Sicherheit so zu unterstützen, dass sowohl die afghanische Regierung als auch das Personal der Vereinten Nationen und zivile Wiederaufbauhelfer in einem sicheren Umfeld arbeiten können.

Für die Beteiligung an ISAF werden sollen bis zu 5.350 Soldatinnen und Soldaten eingesetzt werden, davon 350 als flexible Reserve, um auf besondere Situationen reagieren zu können.

Derzeit sind rund 4.900 deutsche Soldaten am Hindukusch stationiert.


Ihre Einsatzgebiete liegen in Kabul und im Norden des Landes.


Darüber hinaus können sie in anderen Regionen für zeitlich und im Umfang begrenzte Maßnahmen eingesetzt werden.

Mit dem beantragten Mandat bekennt sich die Bundesregierung zu ihrer fortgesetzten Verantwortung in Afghanistan. Denn: Die Stabilisierung Afghanistans bleibt für die Staatengemeinschaft eine langfristige Aufgabe.

Was will die internationale Gemeinschaft erreichen?

 

Ziel der Staatengemeinschaft bleibt ein souveränes und hinreichend stabiles Afghanistan, das die in seiner Verfassung verankerten Menschenrechte achtet, das sich wirtschaftlich und sozial entwickeln kann und von dessen Boden keine Gefahr für die Region und die Staatengemeinschaft ausgeht.


Bei der internationalen Afghanistan-Konferenz am 28. Januar 2010 wurde das Engagement in dem südasiatischen Land neu ausgerichtet. Kernelement der neuen Strategie ist der Schutz der afghanischen Bevölkerung und der Aufbau leistungsfähiger afghanischer Sicherheitskräfte als Voraussetzung für eine schrittweise Übergabe der Sicherheitsverantwortung. 2011 wird regional mit der Übergabe begonnen. Dies soll eine Reduzierung der internationalen Militärpräsenz möglich machen und zu einer langfristigen Partnerschaft der NATO mit Afghanistan überleiten.

Die Bundesregierung ist zuversichtlich, im Zuge der Übergabe der Sicherheitsverantwortung die Präsenz der Bundeswehr ab Ende 2011 reduzieren zu können und wird dabei jeden sicherheitspolitisch vertretbaren Spielraum für eine frühestmögliche Reduzierung nutzen, soweit die Lage dies erlaubt, ohne dass dadurch die Truppen oder die Nachhaltigkeit des Übergabeprozesses gefährdet wird.

Die afghanische Regierung will bis Ende 2014 schrittweise die Sicherheitsverantwortung für ihr Land übernehmen. Dieser Prozess wurde bei der internationalen Afghanistan-Konfererenz in Kabul am 20. Juli 2010 beschlossen und beim NATO-Gipfeltreffen in Lissabon am 20. November 2010 bekräftigt. Voraussetzung für die Nachhaltigkeit der neuen Strategie sind leistungsfähige afghanische Sicherheitskräfte. Ihre Aufstellung, Ausstattung und Finanzierung erfordert erhebliche internationale Anstrengungen. Derzeit sind etwa 150.000 afghanische Soldaten und 113.000 Polizeikräfte aufgestellt. Die Zielmarken bis Oktober 2011 liegen bei 171.600 afghanischen Soldaten und 134.000 Polizisten.
Minister Westerwelle machte in seiner Rede im Bundestag deutlich, dass sich Deutschland auch nach 2014 für die nachhaltige Sicherheit in Afghanistan engagieren werde. Er hob hervor:


Täten wir das nicht, hätten die Taliban sofort wieder das Sagen. Sie brächten ihre Saat des Terrorismus in die Welt, und das gesamte Engagement, zum Beispiel der Frauen und Männer der Bundeswehr wäre vergeblich gewesen.

Politische Lösung für Afghanistan 


 © picture-alliance/Ton Koene
© picture-alliance/Ton Koene
Vergrößern

Voraussetzung für den Erfolg der internationalen Strategie sind auch Fortschritte bei der Suche nach einer politischen Lösung für Afghanistan. Dabei geht es vor allem um die innerafghanische Versöhnung und die Reintegration ehemaliger Kämpfer. Auch muss die afghanischen Regierung ihren Kampf gegen die Korruption verstärken.

Für die angestrebte politische Lösung hätten die Konferenzen in London und Kabul sowie der NATO-Gipfel in Lissabon "wichtige Wegmarken" gesetzt, so der Bundesaußenminister. Er verwies auch auf die für Ende 2011 geplante Afghanistan-Konferenz in Bonn. Sie werde werde die politische Lösung, die Reintegration, Aussöhnung und Dialog sowie die Zeit ab 2014 in den Mittelpunkt rücken.


Bereits am 16. Dezember 2010 hatte Außenminister Westerwelle im Deutschen Bundestag einen "Fortschrittsbericht" zur Lage in Afghanistan, den erreichten Erfolgen und fortbestehenden Herausforderungen vorgestellt. Vieles bleibt noch zu tun.

Deutschland ist bereit, Afghanistan weiter zu unterstützen. Dabei wird die zivile Aufbauhilfe an Bedeutung gewinnen. Denn nur wenn sich Afghanistan wirtschaftlich und sozial entwickelt, seine Regierungsfähigkeit verbessert und die Menschenrechte achtet, lässt sich Stabilität langfristig sichern.


Stand 21.01.2011

Mittwoch, 12. Januar 2011

Neues Mandat für Afghanistan-Einsatz: Regierung will Abzug einleiten - n-tv.de





280 anerkannte Freiwilligenplätze in Afrika, Asien, Lateinamerika
www.freunde-waldorf.de

Video with Westerwelle im ZDF-Morgenmagazin: "Afghanistan-Rückzug Ende 2011 möglich" - morgenmagazin - ZDFmediathek - ZDF Mediathek



Obama: Umfragewerte des US-Präsidenten gestiegen - Weitere Meldungen - FOCUS Online


Montag, 10. Januar 2011

FDP Chef Dr. Guido Westerwelle im Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Focus"




Berlin, 10.01.2011

Der FDP-Bundesvorsitzende und Bundesaußenminister DR. GUIDO WESTERWELLE gab dem deutschen Nachrichtenmagazin „Focus“ (aktuelle Ausgabe Nr. 2 vom 10. Januar 2011 Seite 22ff) das folgende Interview. Die Fragen stellten OLAF OPITZ und FRANK THEWES:

Frage: Seit Wochen stehen Sie massiv in der Kritik. Selbst Parteifreunde haben Ihnen den Rücktritt nahe gelegt. Dachten Sie im Urlaub auch mal ans Aufhören?

WESTERWELLE: Nein. Ich habe mich im Sommer geprüft auf Grund der enormen Arbeitsbelastungen. Habe ich genügend Kraft? Ja, und ich habe auch die Freude an den Aufgaben und das richtige Team.

Frage: Haben enge Freunde Sie nicht gefragt: Wie lange willst Du Dir das noch antun?

WESTERWELLE: Natürlich gibt es gute Freunde, die einem genau das sagen. Aber ich renne nicht weg, wenn es hagelt und stürmt, nur weil einem selber dann das Leben leichter erscheinen mag. Als Parteivorsitzender kann man nicht in Deckung hinter anderen gehen. Man darf es auch nicht. Man bekommt ja alle möglichen Ratschläge. Man solle leiser oder lauter werden, demütiger oder selbstbewusster, linker oder rechter. Jeder hat unterschiedliche Stärken und Schwächen. Ich freue mich, dass die liberale Anhängerschaft beim Dreikönigstreffen und den anschließenden Kundgebungen immer mehr anerkennt: Trotz mancher Schwierigkeiten geht es jetzt in die richtige Richtung. Der Anfang ist gemacht.

Frage: Worauf führen Sie selbst den Absturz in den Umfragen zurück?

WESTERWELLE: Wir haben beispielsweise zu viel über das diskutiert, was wir noch nicht erreicht haben, und zu wenig über das, was uns schon gelungen ist. Aber wir haben angefangen, diese Sichtweise zu ändern. Denn das Wichtigste ist: Auch wenn wir in vielem noch am Anfang stehen, wir haben den Politikwechsel eingeleitet.

Frage: Bislang hat das Ihrer Partei noch keinen Aufschwung gebracht. Warum soll sich das jetzt ändern?

WESTERWELLE: Ich rate, Umfragen nur als Augenblicksaufnahmen zu sehen. Je näher die nächsten Wahlen kommen, desto mehr bewerten die Bürger auch die Alternativen: Die große Mehrheit in Deutschland, insbesondere Wähler der Liberalen, sieht in einem Bündnis von SPD, Linkspartei und Grünen keine Alternative. In NRW ist dieses Gegenmodell amtlich. Da reden wir dann nicht mehr darüber, ob die FDP Steuervereinfachungen und Steuersenkungen noch nicht ausreichend durchgesetzt hat. Dann reden wir über eine Steuererhöhungs- und Umverteilungsorgie.

Frage: Ist das Argument nicht zu dürftig: Die anderen sind noch schlimmer als wir?

WESTERWELLE: Das wäre natürlich zu wenig, aber trotzdem ist es wichtig. Vor allem jetzt nach den Äußerungen der Linkspartei-Vorsitzenden, dem Kommunismus in Opposition und auch Regierung neue Wege zu eröffnen. Die Alternativen zu einer bürgerlichen Regierung sind jetzt klar.

Frage: Aber Sie müssen doch auch etwas anbieten?

WESTERWELLE: Deswegen haben wir jetzt eine Leistungsbilanz vorgelegt. Wir wollen mit unseren Erfolgen werben. Die deutsche Wirtschaft wächst, die Arbeitslosigkeit sinkt, die Löhne und damit auch die Renten steigen. Noch nie gab es so viele sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. Das ist das Verdienst fleißiger Bürger, aber auch einer Regierung, die den richtigen Rahmen für den Mittelstand absteckt. Wir wurden als Klientelpartei für unser Wachstumsbeschleunigungsgesetz kritisiert. Was wir da für den Mittelstand getan haben, haben wir vor den Wahlen angekündigt. Und heute sieht jeder: Das Beste für Wirtschaft und Arbeitsmarkt ist die Ausrichtung auf den Mittelstand.

Frage: Den umstrittenen Mehrwertsteuerrabatt für Hotel- und Pensionsübernachtungen können Sie da aber kaum einreihen.

WESTERWELLE: 95 Prozent der Beherbergungsbetriebe sind kleine und mittelständische Familienunternehmen. Dort sind jetzt Tausende neuer Arbeitsplätze entstanden. Ich bleibe dabei: Eine Regierung unter Beteiligung der FDP hilft lieber dem Mittelstand als Großkonzernen wie General Motors, wie wir das noch in der letzten Legislaturperiode erlebt haben.

Frage: Der Mehrwertsteuerrabatt für die Hotelübernachtungen war schon nach wenigen Wochen Regierungszeit Gesetz. Über kleine Entlastungen wie einen höheren Arbeitnehmerpauschbetrag im nun geplanten Steuervereinfachungsgesetz wird dagegen monatelang gestritten.

WESTERWELLE: Da ist jetzt ein Referentenentwurf an die Öffentlichkeit geraten, über den seit ein paar Tagen diskutiert wird. Die offenen Fragen werden wir jetzt zügig klären. Gesetze werden nicht von Referenten, sondern von Abgeordneten beschlossen. Uns ist es wichtig, dass alles, was an Steuervereinfachungen beschlossen ist, möglichst schnell in Kraft tritt. Was technisch möglich ist, muss jetzt kommen und nicht erst 2012.

Frage: Es geht um eher kleinere Änderungen, die der Finanzminister nun um ein Jahr verschieben will. Warum lässt sich das die FDP bieten?

WESTERWELLE: Die Haltung der FDP ist ganz klar – und ich gehe davon aus, dass dies auch die Haltung der gesamten Koalition ist: Alles, was technisch geht, soll noch für dieses Jahr umgesetzt werden.
Frage: Es gibt ja offenbar politische Einwände: Was wie der erhöhte Arbeitnehmerpauschbetrag oder die erleichtere Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten bereits 2011 zu Steuerausfällen führt, soll auf 2012 oder später verschoben werden.

WESTERWELLE: Wir sollten jetzt vorrangig nach Wegen suchen, wie etwas geht, und nicht nach Gründen, warum etwas nicht geht. Was die Koalition an Steuervereinfachungen beschlossen hat, muss auch so schnell wie möglich für die Bürger spürbar sein.

Frage: Die CSU blickt da offenbar schon weiter. Sie präsentiert jetzt ein Entlastungskonzept für niedrige und mittlere Einkommen in der Höhe von fünf Milliarden Euro. Fühlen Sie sich da nicht überrumpelt?

WESTERWELLE: Im Gegenteil. Ich bin hoch erfreut. Wir haben Anfang letzten Jahres die Bürgerinnen und Bürger mit dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz entlastet, so dass alle 56 Einkunftsgruppen auch 2011 mehr auf dem Lohnzettel übrig behalten als vor dem Regierungswechsel. Dann haben wir die Priorität, auch wegen der Eurokrise, stärker auf Haushaltskonsolidierung und auf Steuervereinfachung gelegt. Wenn sich durch unsere Konsolidierungspolitik neue Spielräume ergeben, werden sie als erstes für eine Entlastung der Mittelschicht genutzt.

Frage: Ein Großteil davon geht auf die bessere Absetzbarkeit von Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen zurück, die noch vor dem Regierungswechsel beschlossen wurde.

WESTERWELLE: Diese Änderung mussten betroffene Bürger beim Bundesverfassungsgericht einklagen. Im FDP-Steuerkonzept war eine gerechte Absetzbarkeit solcher Vorsorgeaufwendungen schon längst enthalten. Deshalb haben wir das auch in der Opposition unterstützt. Aber unser ganz konkreter Beitrag ist beispielsweise die Kindergelderhöhung und die Erhöhung der Kinderfreibeträge: Eine Familie mit zwei Kindern und einem Monatsbrutto von 3600 Euro verfügt 2011 nach Steuern und Abgaben über 500 Euro mehr netto als 2009. Das wird oft übersehen wie z.B. auch die Korrektur der familienfeindlichen Erbschaftsteuerregeln.

Frage: Welche neuen Themen wollen Sie setzen?

WESTERWELLE: Die FDP muss die Fortschrittspartei auch jenseits der Steuerpolitik sein. Deutschland darf nicht den Mut zur Zukunft verlieren. Viele richten sich in der Gegenwart, im erreichten Wohlstand gemütlich ein und lehnen Fortschritte ab – vom modernen Bahnhof bis zur Gentechnik. Damit unterschätzen wir die Dynamik unserer Wettbewerber in der Welt. Eine Energiepolitik, die bei Kohle und Kernkraft überstürzt aussteigt, und hofft, Wind und Sonne könnten diese sofort ersetzen, trägt irrationale Züge. Sie gefährdet Wohlstand und Existenz. Wir brauchen die mentale Bereitschaft für Fortschritt und neue Technologien. Das ist eines meiner wichtigsten Anliegen.

Frage: Haben Sie für so viel Gestaltungswillen nicht als Außenminister das falsche Amt?

WESTERWELLE: Es ist genau das richtige. Ich vertrete im Ausland deutsche Interessen und weise im Inland darauf hin, welche Entwicklungen in der Welt auf Deutschland zu kommen. Als Außenminister kommt man regelmäßig in Länder, die längst in die Champions League aufsteigen. Brasilien, Indien und China haben eine beeindruckende Dynamik. Dort setzt man auf die Jugend, eine wachsende Mittelschicht und auf Einsteigen statt auf Aussteigen. Wir dürfen uns neuen Technologien und Großinvestitionen nicht verweigern.

Frage: Kann sich Deutschland dann noch Planungs- und Bauzeiten von 20 Jahren leisten?

WESTERWELLE: Die Planungs- und Genehmigungsverfahren müssen verkürzt werden. Die Idee der perfekten Einzelfallregelung durch den Gesetzgeber kann nicht die Zukunft sein. Zur Demokratie gehören auch souveräne Entscheidungen und Führung. Es kann nicht sein, dass beispielsweise einige ideologische Verbände mit juristischen Tricks wichtige Infrastrukturprojekte um Jahre verzögern und somit auch noch verteuern.

Frage: Das dürfte Ihnen aber bei den Umweltverbänden mächtig Ärger bringen.

WESTERWELLE: Trotzdem muss das Notwendige für das Land getan werden, auch wenn es manchmal fordert.

Frage: Im Politiker-Ranking liegen Sie als Außenminister am Schluss noch hinter Gregor Gysi, dessen Linkspartei wieder vom Kommunismus träumt. Das tut doch sicherlich auch sehr weh?

WESTERWELLE: Es ist nur menschlich, dass mich bestimmte Einschätzungen meiner Person wurmen. Aber ich halte mich nicht allzu lange damit auf. Ich kenne das Auf und Ab. Die FDP sollte sich die Kritik ihrer Gegner nicht zu eigen machen, weil unser freiheitlicher Kompass stimmt. Ich bin niemand der sich beim Sturm in die Furche legt. Ich stehe lieber auf und kämpfe, damit die FDP im Frühjahr bessere Wahlergebnisse erzielt, als viele prophezeien.

Frage: Ihr Wort in Gottes Ohr...

WESTERWELLE: Ich bin seit 1994 in der Politik und habe schon einiges gesehen. Bundeskanzler Gerhard Schröder steckte in schlechten Umfragen und führte seine Partei kämpferisch aus dem Tal heraus. Das müssen andere, die seine Agenda 2010 heute in den Abfalleimer werfen, erst einmal nachmachen. Auch Kanzler Helmut Kohl und Hans-Dietrich Genscher haben trotz Nato-Doppelbeschluss und Millionen Gegen-Demonstranten auf der Straße das Richtige getan, Wahlen gewonnen und wurden so die Väter der deutschen Einheit.

Frage: Sind die kommenden Wahlen der Gradmesser für Ihre Zukunft als FDP-Chef?

WESTERWELLE: Die FDP kämpft für gute Wahlergebnisse. Die ganze Führung steht bei allen Wahlen in der Verantwortung und an der Spitze wie immer und stets der Parteivorsitzende.

Frage: Sie wollen es noch einmal wissen. Werden Sie im Mai auf dem Parteitag wieder für den Parteivorsitz kandidieren?

WESTERWELLE: Wie bei jedem Bundesparteitag werden wir vorher in den zuständigen Gremien auch unser künftiges Team besprechen, also wie die Mannschaft dann die nächsten zwei Jahre zusammengesetzt sein sollte.




zum Seitenanfang

Mittwoch, 5. Januar 2011

Dreikönig 2011: Gemeinsam in die Zukunft gehen - Portal Liberal, FDP -



  • FDP-Landeschefin Birgit Homburger beim Dreikönigstreffen 2010
    (05.01.2011) Die FDP Baden-Württemberg hat zum Auftakt ihres traditionellen Dreikönigsparteitags das Wahlkampfteam für die Landtagswahl im März aufgestellt. Spitzenkandidat Ulrich Goll, Justizminister in Baden-Württemberg, wird von einem achtköpfigen Team erfahrener FDP-Leute unterstützt. „Die Liberalen in Baden-Württemberg müssen jetzt gemeinsam in die Zukunft gehen“, stimmte FDP-Landeschefin Birgit Homburger die rund 400 Delegierten auf den Wahlkampf ein.
„Kritik ist in einer liberalen Partei zulässig“, kommentierte Homburger die aktuellen Diskussionen innerhalb der FDP. Weiteren Personaldebatten aber erteilte sie eine deutliche Absage. Sie seien „Gift“ für die Geschlossenheit der Partei. Die FDP-Fraktionsvorsitzende im Bundestag rief dazu auf, stattdessen die politischen Erfolge der Liberalen stärker in den Vordergrund zu stellen.

„Wir haben durchgegriffen, zum Beispiel bei der Neuverschuldung“, lobte Homburger die Regierungsarbeit. Die Gesundheitsreform des liberalen Gesundheitsministers Philipp Rösler spare rund zwei Milliarden Euro bei den Medikamentenkosten. Mit der Hartz IV-Reform repariere Schwarz-Gelb den „Murks von Rot-Grün“. Und die Aussetzung der Wehrpflicht sei nicht etwa ein Erfolg von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), sondern der Liberalen. „Ein Riesenerfolg für die FDP“, betonte Homburger.

Baden-Württemberg muss „vorn bleiben“

Motto für Baden-Württemberg müsse sein: „Vorn bleiben“, stimmte die FDP-Landeschefin auf den anstehenden Landtagswahlkampf ein. Das Land sei in vielen Bereichen Spitze, besonders dank seiner großen Innovationskraft. Diese gelte es durch eine moderne Infrastruktur zu erhalten und zu stärken, sagte die Liberale, auch mit Blick auf die Diskussion um das Bahnprojekt „Stuttgart 21“. „Die Liberalen in Baden-Württemberg müssen jetzt gemeinsam in die Zukunft gehen“, rief Homburger zu Geschlossenheit auf.

Für die Landtagswahl am 27. März schicken die Liberalen Justizminister Ulrich Goll als Spitzenkandidaten ins Rennen. Unterstützt wird er von einem achtköpfigen Wahlkampfteam aus erfahrenen Liberalen, die am Dienstag vorgestellt wurden: Der Europaabgeordnete und Vize-Landeschef Michael Theurer, die liberalen Bundestagsabgeordneten Florian Toncar und Hartfrid Wolff, FDP-Landtagsfraktionschef Hans-Ulrich Rülke, Juli-Landeschef Jens Brandenburg, der Chef der liberalen Senioren, Kurt Sütterlin, die Landtagsabgeordnete Birgit Arnold und die Stuttgarter Sozialbürgermeisterin Isabel Fezer.

Am Mittwoch, dem zweiten Tag des Landesparteitags, stehen Beratung und Verabschiedung des Landtagswahlprogramms auf der Tagesordnung. Am Mittwochabend wird mit dem Dreikönigsball das traditionelle Dreikönigstreffen der Liberalen festlich eröffnet. Am Donnerstag folgt die alljährliche Dreikönigskundgebung, in der prominente Liberale – allen voran Parteichef Guido Westerwelle – auf das politische Jahr einstimmen. MEHR ZUM THEMA: