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Montag, 22. Februar 2010

CDU plant Geburtstagsfeier für Helmut Kohl

CDU plant Geburtstagsfeier für Bundeskanzler a.D. Dr. Helmut Kohl

Die CDU plant eine Geburtstagsfeier für Bundeskanzler a. D. Dr. Helmut Kohl, der am 3. April 2010 80 Jahre alt wird.

Das Programm für die öffentliche Veranstaltung sei in Arbeit, sagte CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe am Montag in Berlin.

Neben der Bundesregierung und der Konrad-Adenauer-Stiftung wolle auch die CDU-Deutschland ihren früheren CDU-Parteivorsitzenden mit einer eigenen Veranstaltung würdigen.

Details zur Feierlichkeit wollte CDU-Generalssekretät Hermann Gröhe aber noch nicht nennen.

Klinik-Aufenthalt: Bundeskanzler a.D. Dr. Helmut Kohl nach Gallenblasenoperation wieder zuhause

Klinik-Aufenthalt: Altkanzler Kohl nach Operation wieder zuhause - Nachrichten Politik - WELT ONLINE

Drei Wochen nach seiner Operation an der Gallenblase ist Bundeskanzler a. D. Dr. Helmut Kohl in sein Haus in Ludwigshafen zurückgekehrt.

"Bundeskanzler a.D. Dr Helmut Kohl geht es sehr gut", teilte sein Berliner Büro heute Nachmittag in Berlin mit.

Schon im April 2010 will der Bundeskanzler a.D Dr. Helmut Kohl seinen 80. Geburtstag in Berlin feiern, hieß es aus seinen persönlichem Büro.

Die CDU plant eine öffentliche Feier für den Einheitskanzler und langjährigen CDU-Parteivorsitzenden

Sonntag, 21. Februar 2010

20-Jahre-Mauerfall-Feier im November 2009 in Berlin: Kanzler a.D. Kohl wäre nur im Regierungs-Jet gekommen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

20 Jahre Mauerfall in Berlin Einheitsfeiern: Bundeskanzler a. D. Dr. Helmut Kohl wäre nur im Regierungs-Jet gekommen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

Bundeskanzler a.D. Dr. Helmut Kohl ist den Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag des Mauerfalls im November 2009 nicht aus gesundheitlichen Gründen ferngeblieben.

Nach SPIEGEL-Informationen verweigerte das Bundeskanzleramt dem Einheitskanzler einen Jet der Flugbereitschaft .

Deshalb sagte der Altbundeskanzler Kohl ab.

Das Fehlen von Altbundeskanzler Helmut Kohl (CDU) beim Empfang des Bundespräsidenten zum 20. Jahrestag des Mauerfalls im November 2009 hat andere Gründe als offiziell angegeben.

Bislang hatte es geheißen, Kohl habe lediglich aus gesundheitlichen Gründen nicht an dem Festakt teilnehmen können.

Tatsächlich aber hat Bundeskanzler a.D. Dr. Helmut Kohl. der am 26. April 2010 in Berlin mit dem Roland-Berger-Preis-für-Menschenwürde-2010 für sein Lebenswerk ausgezeichnet wird, SPIEGEL-Informationen zufolge Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) den Wunsch abgeschlagen, die Flugbereitschaft in Anspruch nehmen zu dürfen.

Kohls Berliner Büro hatte im Bundeskanzleramt angefragt, ob dem Altkanzler am 9. November 2009 eine Regierungsmaschine zur Verfügung gestellt werden könne.

Er sei gesundheitlich zu angeschlagen, um mit dem Auto von Oggersheim nach Berlin zu reisen oder einen herkömmlichen Linienflug zu nehmen. Das Bundeskanzleramt prüfte die Anfrage, sah sich aber außerstande, dem Wunsch zu entsprechen, da der Bundeskanzler a. D, Dr. Helmut Kohl nach den Richtlinien der Flugbereitschaft nicht zum Kreis der Anspruchsberechtigten zähle. Überlegungen, einen Anspruchsberechtigten zum Abholen zu schicken und die Kosten an die CDU weiterzureichen, wurden nicht weiter verfolgt.

Bei den Festlichkeiten im November 2009 in Berlin bedauerte Bundespräsident Horst Köhler vor zahlreichen Staats-und Regierungschefs aber die Abwesenheit des Altkanzlers ausdrücklich und überbrachte dessen "herzliche Grüße".

Nur zuvor war Kohl jedoch noch zweimal in Berlin aufgetreten: Einmal am 31. Oktober zum Treffen der "Einheitsväter" mit George Bush und Michail Gorbatschow, das andere Mal am 2. November zur Präsentation einer Sonderedition des Bildbands "Die Mauer". Er wirkte bei beiden Terminen sichtlich von seiner Krankheit gezeichnet.

Im Dezember 2009 gab Bundespräsident Horst Köhler aber zu Ehren Kohls im Schloss Bellevue ein Abendessen im Beisein vieler Weggefährten, um dessen Leistung für die deutsche Einheit im Jubiläumsjahr zu würdigen.

In die Öffentlichkeit trat Kohl zuletzt im Rahmen der Bambi-Verleihung am 26. November 2009: Ex-Finanzminister Theo Waigel (CSU) hatte den Altbundeskanzler in seinem Heim besucht, um dort eine Laudatio auf Kohl zu halten und ihm einen Bambi für sein Lebenswerk zu überreichen. Kohl nahm die Auszeichnung entgegen und sagte im Anschluss einige Dankesworte, wirkte aber auch hier merklich angeschlagen. Er hatte offenkundig Mühe zu sprechen und nahm den Preis in einem Rollstuhl sitzend entgegen.

Im Jahr 2008 hatte Kohl bei einem Sturz in seinem Wohnhaus in Ludwigshafen eine schwere Kopfverletzung erlitten, die in der Heidelberger Universitätsklinik behandelt werden musste.

Aktuell ist Altbundeskanzler Helmut Kohl (CDU) nach seiner Gallenblasen-Operation Ende Januar 2010 wohl auf.

Der 79-Jährige wird voraussichtlich Mitte kommender Woche aus dem Krankenhaus in Heidelberg entlassen, teilte sein Berliner Büro jetzt auf Anfrage der dpa mit. Spekulationen über einen angeblich schlechten Gesundheitszustand des Altkanzlers seien völlig aus der Luft gegriffen. Es seien nach der Entfernung der Gallenblase lediglich noch einige Nachuntersuchungen notwendig gewesen. Laut eines Augenzeugen hüpft Bundeskanzler a.D Dr. Helmut Kohl nach der Entfernung der Gallenblase "wieder, wie ein junger Gott herum und spürt nur so vor Energie".

Am 26. April 2010 überreicht Bundespräsident Horst Köhler bei einem internationalen Festakt bzw. einer festlichen Gala in Berlin dem Bundeskanzler a.D. Dr. Helmut Kohl den mit einer Million Euro dotierten Roland-Berger-Preis-für-Menschenwürde-2010 in.







Donnerstag, 18. Februar 2010

Rede von Prof. Dr. h.c. Horst Teltschik zur Verleihung des "Roland Berger Preises für Menschenwürde 2010" an Bundeskanzler a. D. Dr. Helmut Kohl

Roland Berger Stiftung - Pressemitteilungen

Diese Rede von Prof. Dr. hc. Horst Teltschik zur Verleihung des "Roland Berger Preis für Menschenwürde 2010" an Bundeskanzler a. D. Dr. Helmut Kohl finden Sie im Pressebereich der Roland Berger Stiftung als PDF-Datei (Dokumentenlink im roten Feld einfach anklicken).

Erklärung von Prof. Dr. h.c. Horst Teltschik zur Verleihung des „Roland Berger Preises für Menschenwürde 2010" an Bundeskanzler a.D. Dr. Helmut Kohl

Berlin, 18. Februar 2010

In der Entschließung des Europäischen Rates vom 11. Dezember 1998, kurz vor der Einführung der gemeinsamen europäischen Währung, erklärten die in Wien versammelten 17 europäischen Staats- und Regierungschefs und der Präsident der Europäischen Kommission, „dass der Lauf der Geschichte durch das engagierte Wirken einzelner Menschen oft entscheidend gestaltet werden kann“. Dies gelte „in besonderem Maße für Dr. Helmut Kohl und sein Wirken als
Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland in den letzten 16 Jahren“.

Mitunterzeichner waren Bundeskanzler Gerhard Schröder, Premierminister Tony Blair, Ministerpräsident Wim Kok und Bundeskanzler Viktor Klima. Sie alle waren erklärte Sozialdemokraten. Gemeinsam beschlossen sie, Bundeskanzler Helmut Kohl den Titel „Ehrenbürger Europas“ zu verleihen. Mit der Verleihung dieses Ehrentitels würdigten die Staats- und Regierungschefs ausdrücklich die Persönlichkeit Helmut Kohls sowie seine politischen Leistungen für die europäische Integration und die in diesem Rahmen erreichte Wiedervereinigung Deutschlands.

Im prägenden Alter von 14 und 15 Jahren hat Helmut Kohl die schrecklichen Folgen der menschenverachtenden Politik Hitlers persönlich erfahren müssen. Er erlebte die Bombardierung seiner Heimatstadt Ludwigshafen und als Flakhelfer die von Berchtesgaden. Sein Bruder fiel im Krieg. Erzogen in einem christlichen Elternhaus, das den Nationalsozialismus ablehnte, hat er sich unmittelbar nach dem Krieg bereits als Schüler politisch engagiert. Die Summe dieser Erfahrungen prägten seine „früh gewonnenen Grundüberzeugungen“, an denen er „stets unerschütterlich und glaubwürdig“ festgehalten hat.

Aufgrund seiner christlichen Erziehung fühlte er sich stets einer Politik aus christlicher Verantwortung verpflichtet. Daraus haben sich für ihn Menschenwürde und Menschenrechte immer abgeleitet. Soziale Gerechtigkeit und Solidarität mit den Schwachen waren für ihn selbstverständlich. Die Politik der Sozial- und Arbeitsminister Dr. Heiner Geißler und Norbert Blüm über fast zwei Jahrzehnte unter seiner Führung zeugen dafür (auch wenn sie es heute nicht mehr wahr haben wollen).

Doch Helmut Kohl trat mit gleichem Engagement für die Freiheitsrechte aller Bürger ein. Für ihn war die CDU immer auch eine liberale Partei. Sein Referenzpunkt war das Hambacher Fest von 1832, der Aufbruch der deutschen Demokraten, Arm in Arm mit Demokraten aus Frankreich und Polen. Die enge Freundschaft zwischen Deutschland, Frankreich und Polen blieb ein Herzensanliegen Helmut Kohls bis zum Ende seiner Amtszeit. Er erinnerte an das Fanal, das von Hambach ausging, als er im Mai 1985 Präsident Ronald Reagan einlud, eine Rede an die Jugend Europas zu richten.

Die Freiheitsrechte mussten für Helmut Kohl für alle Deutschen erreicht werden. Er hat an dem Ziel der deutschen Einheit und an der Verpflichtung aus der Präambel des Grundgesetzes, „in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit Deutschlands zu vollenden“, immer festgehalten. Er hat dieses Ziel in allen Gesprächen mit den Generalsekretären der KPdSU von Leonid Breschnew bis Michail Gorbatschow angesprochen. Er hat auch von keinem je die Antwort erhalten, dass dieses Thema endgültig erledigt sei.

Als Bundeskanzler war Helmut Kohl bereit, hohe Preise (Besuch Honeckers im September 1987 in Bonn) zu bezahlen, um das Zusammengehörigkeitsgefühl der Deutschen über ein breites Netz bilateraler Vereinbarungen zwischen beiden Staaten zu stärken, Reiseerleichterungen zu erreichen, Menschen frei zu kaufen. Er war aber niemals bereit, auf das Ziel der Einheit zu verzichten, die DDR-Staatsbürgerschaft anzuerkennen oder Menschenrechtsverletzungen zu übersehen.

Freiheit und Menschenrechte waren für Helmut Kohl selbstverständlicher Teil seiner Gespräche nicht nur in allen Warschauer-Pakt-Staaten sondern auch in China oder in anderen autoritären Staaten, nicht propagandistisch und lautsprecherisch sondern in der Regel in den persönlichen Gesprächen. So gelang es, Tausende von Rumäniendeutschen frei zu kaufen, Inhaftierte in China frei zu bekommen oder mit Ungarn den ersten Vertrag über die deutsche Minderheit abzuschließen. Jede Öffentlichkeit hätte das Ende dieser Bemühungen bedeutet.

Ausgehend von seinen Erfahrungen am Ende des II. Weltkrieges gehörte es zur Grundüberzeugung von Helmut Kohl, dass die Freundschaft mit Frankreich und die Integration des freiheitlichen Europas Voraussetzung für einen dauerhaften Frieden in Europa sind. Bezugspunkt war für ihn stets die Rede von Winston Churchill, der in seiner Züricher Rede vom 19. September 1946 erstmals von den „Vereinigten Staaten von Europa“ gesprochen hatte. Aufgewachsen an der deutsch-französischen Grenze hatte er schon als Jugendlicher Zollschranken an der gemeinsamen Grenze niedergerissen.

Überwältigend ist die Liste seiner Erfolge, die er als Bundeskanzler in den bilateralen Beziehungen mit Frankreich und gemeinsam mit Präsident Mitterand und dem französischen EU-Präsidenten Jacques Delors für die europäische Integration erreicht hat. Als EG-Präsident gelang es ihm 1983 auf dem Gipfel in Stuttgart, die Gemeinschaft aus einer gefährlichen Krise zu führen. Die Finanzierung der EG wurde neu geregelt, die Agrarausgaben eingedämmt und der Beitritt Spaniens und Portugals eingeleitet. Mitte der achtziger Jahre begann er mit Mitterand die ersten Gespräche über eine Wirtschafts- und Währungsunion. 1985 wurde das Schengener Abkommen vereinbart. 1986 traten Spanien und Portugal der EG bei. 1988 wurde auf dem Gipfel in Hannover der Binnenmarkt beschlossen und unter Vorsitz von Delors eine Arbeitsgruppe zur Erarbeitung von Vorschlägen für eine Wirtschafts- und Währungsunion eingesetzt. Im April 1990 beschloss die EG auf ihrem Gipfel in Dublin eine deutsch-französische Initiative für eine Politische Union. Im Februar 1992 wurde der Maastrichter Vertrag über die Europäische Union unterzeichnet und die Einführung einer gemeinsamen Währung beschlossen. Im Juni 1997 trat der Vertrag von Amsterdam hinzu, der ein weiterer Schritt zur Integration bedeutete. In den 90er Jahren schritt gleichzeitig die Erweiterung der EU voran. Die Einführung des EURO 1999 als Buchgeld und 2002 als Bargeld wäre ohne Helmut Kohl nicht möglich geworden. Er wollte damit die europäische Integration unumkehrbar machen.

Parallel intensivierte Helmut Kohl die bilateralen Beziehungen zu Frankreich. 1987 wurde der deutsch-französische Verteidigungs- und Sicherheitsrat gegründet. Eine deutsch-französische Brigade folgte. 1988 kam ein deutsch-französischer Finanz- und Wirtschaftsrat hinzu. Welch eine Erfolgsbilanz von Helmut Kohl. Er wusste seit Konrad Adenauer, als dessen Enkel er sich verstand, dass die Einbindung des freien Teils Deutschland in die Atlantische Allianz und in die Europäische Gemeinschaft die Voraussetzung und der Rahmen für die Wiedervereinigung Deutschlands waren. Für ihn waren das die zwei Seiten einer Medaille. Sie waren für ihn auch die Basis für eine offensive Deutschland- und Ostpolitik und die beste Vertrauensbasis, im November 1989 das Ziel der deutschen Einheit konkret anzustreben.

Für Helmut Kohl war es deshalb selbstverständlich, auf der Grundlage der bestehenden bilateralen Ostverträge und der internationalen Vereinbarungen wie der KSZE-Schlussakte eine aktive Ostpolitik zu betreiben und vor allem die Reformbestrebungen in Polen, Ungarn und nicht zuletzt in der UdSSR zu unterstützen. Seit Mitte der 80er Jahre gab es fortlaufend enge vertrauliche Gespräche mit der ungarischen Führung. Die Öffnung der ungarischen Grenze für Zehntausende DDR-Flüchtlinge im September 1989 brach den ersten Stein aus der Mauer. 1988 hatten Verhandlungen mit der polnischen Führung begonnen. Am 14. November 1989 unterzeichneten Helmut Kohl und Tadeusz Mazowiecki, der erste demokratisch gewählte polnische Ministerpräsident, eine Gemeinsame Erklärung in Warschau, die die deutsch-polnischen Beziehungen auf eine neue Grundlage stellten.

Im November 1988 erreichte Helmut Kohl in seinen Gesprächen mit Generalsekretär Michail Gorbatschow in Moskau einen Neubeginn in den deutsch-sowjetischen Beziehungen. Sie mündeten in eine Gemeinsame Erklärung, die von beiden im Juni 1989 in Bonn unterzeichnet wurde. Darin hatte die sowjetische Führung sich erstmals zum Selbstbestimmungsrecht der Völker bekannt. Helmut Kohl sagte Gorbatschow Hilfe für seine Reformpolitik zu, die dieser 1990 vielfältig in Anspruch nahm.

Als sich am 9. November 1989 die Mauer öffnete, reagierte Helmut Kohl mit großer Besonnenheit. Sein Ziel und das aller seiner internationalen Partner war es, die dramatischen und durchaus gefährlichen Entwicklungen unter politischer Kontrolle zu halten und die Lage zu stabilisieren. Die zunehmenden Massendemonstrationen in der DDR und die steigenden Ausreisezahlen wiesen aber zunehmend nur auf ein Ziel hin, das der Einheit.

Mit seiner bekannten Zehn-Punkte-Rede nahm der Bundeskanzler diese Botschaft entschlossen auf. Wie Helmut Schmidt in seinem Buch „Außer Dienst“ schreibt, habe Helmut Kohl die „Chance zur deutschen Vereinigung“ erkannt und „beschloss sie zu nutzen“. Und am 31. Dezember 2009 dankte Helmut Schmidt „im Namen aller Deutschen“, dass Helmut Kohl „mit seinem Zehn-Punkte-Plan den Weg der deutschen Einheit eingeleitet hat“ (BILD, 31.10.09).

In seiner Rede hat Helmut Kohl die deutsche Einigung unmissverständlich in den Zusammenhang mit dem europäischen Einigungsprozess gestellt.

Wer die Bilder der DDR-Flüchtlinge im Deutschen Fernsehen gesehen hat, wird sich an die Worte der vielen erinnern, die auf die Frage nach ihren Gefühlen nur zwei Worte sagten: „Endlich frei, endlich frei…“. Am Ende waren alle 17 Millionen Ostdeutsche frei. Viele haben dazu beigetragen, einer hat es vor allem gestaltet: Helmut Kohl.

Seine achtzehn Kollegen schließen deshalb die Würdigung des Bundeskanzlers als Ehrenbürger Europas mit den Worten ab:

Mit seinen Eigenschaften der Verlässlichkeit, der Ehrlichkeit, der Beharrlichkeit, der Herzlichkeit und des Einfühlungsvermögens ist Dr. Helmut Kohl uns, seinen Kollegen, auch ein Beispiel eines erfolgreichen und doch menschlich gebliebenen Politikers geworden. Nicht zuletzt in diesen Wesenszügen liegt das Geheimnis seiner großen Leistungen für Europa und die europäische Integration.

Die Gestaltung der deutschen Einheit und die Festigung der europäischen Einigung bis hin zur Wirtschafts- und Währungsunion sind Dr. Helmut Kohls Lebenswerk“.

Dem ist nichts hinzuzufügen. Helmut Kohl hat den "Roland Berger Preis für Menschenwürde 2010" verdient.

Ich gratuliere ihm dazu sehr herzlich.

Kanzler der Einheit: Helmut Kohl erhält Preis für Menschenwürde - Politik - Bild.de

Kanzler der Einheit: Helmut Kohl erhält Preis für Menschenwürde - Politik - Bild.de

Altbundeskanzler Helmut Kohl (79), der am 3. April 2010 80 Jahre alt wird, erhält am 26. April 2010 im Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin den „Roland Berger Preis für Menschenwürde“.

Bundespräsident Horst Köhler wird Altbundeskanzler Dr. Helmut Kohl den "Roland Berger Preis für Menschenwürde" persönlich in Berlin überreichen.

Die Auszeichnung ist mit einer Million Euro dotiert und gilt als der höchstdotierte Preis Deutschlands.