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Montag, 1. März 2010

DasErste.de - Zitate aus der ARD-Sendung Anne Will vom 28.2.2010 - ... sagte bei ANNE WILL

DasErste.de -Zitate aus der ARD-Sendung Anne Will vom 28.2.2010 ... sagte bei ANNE WILL

... sagte bei ANNE WILL
Sendung: vom 28.02.2010

Birgit Homburger

FDP-Fraktionsvorsitzende

Birgit Homburger (Undatiertes Archivbild) © privat
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"Wir müssen an diejenigen denken, die die Hilfe des Sozialstaats benötigen [...], aber wir haben auch an diejenigen zu denken, die das erwirtschaften müssen."


Manuela Schwesig

Stellvertretende SPD-Vorsitzende

Manuela Schwesig (Archivbild vom 05.12.2008) © dpa - Report  Fotograf: Jens Büttner
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"Der Mindeslohn ist der Ausweg dafür, dass sich Arbeit wirklich wieder lohnt und alle, die sich dagegen stemmen, müssen sagen, wie es anders geht - und das tun sie nicht."


Hans-Ulrich Jörges

Journalist

Hans-Ulrich Jörges (Archivbild vom 15.09.2009) © NDR Fotograf:  Wolfgang Borrs
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"Ihr Vorsitzender [Guido Westerwelle, Anm.d.Red.] wäre für mich glaubwürdig, wenn er sich als FDP-Vorsitzender und Außeminister mal aktiv einschalten würde in die Diskussion um den Sumpf von Steuerflucht in die Schweiz, wo er kein Wort dazu sagt."

Arnulf Baring

Publizist

Arnulf Baring (Archivbild vom 01.03.2009) © NDR Fotograf: Wolfgang  Borrs
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"Der Wirklichkeit ins Auge zu sehen ist immer der an sich selbstverständliche Ausgangspunkt der Politik, aber in Deutschland ist das weitgehend aus dem Horizont verschwunden."

Richard David Precht

Schriftsteller

Richard David Precht (Archivbild vom 25.08.2008) © dps - Report  Fotograf: Horst Galuschka
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"Mit welchem Recht können wir einfordern, dass Hartz-IV-Empfänger die besseren Menschen sein sollen und eine höhere Bereitschaft auf Gegenleistungen zeigen, als der Rest der Gesellschaft es tut?"

Sonntag, 28. Februar 2010

Das Erste - Anne Will Blog » Blog Archiv » Provozieren statt Regieren?

Das Erste - Anne Will Blog » Blog Archiv » Provozieren statt Regieren?

Als die schwarz-gelbe Koalition im Herbst 2009 antrat, vermuteten Unterstützer und Gegner gleichermaßen: Jetzt wird knallhart durchregiert.

Doch stattdessen scheinen die beteiligten Parteien mehr mit internen Zankereien beschäftigt zu sein als mit der Regierungsarbeit.

Derzeit provoziert FDP-Chef Guido Westerwelle mit seinen Äußerungen zu Hartz IV nicht nur die Opposition, sondern auch seine eigenen Koalitionspartner.

Kommen wir mit solch einer Regierung aus der Krise? Und was sind die wirklichen Herausforderungen bei Hartz IV?

Das wird gerade auf dem Anne Will Blog zur ARD-Sendung Anne Will kräftig diskutiert.


Sonntag, 14. Februar 2010

AKTUELL: Tausende Dresdner beim Gedenken an der Frauenkirche - Hans Dietrich Genscher vor Ort - DRESDEN FERNSEHEN – Alle Videonachrichten für Dresden! > 13. Februar

AKTUELL: Tausende Dresdner beim Gedenken an der Frauenkirche - Auch Hans Dietrich Genscher vor Ort - DRESDEN FERNSEHEN – Alle Videonachrichten für Dresden!

Tausende Dresdner haben sich am Samstagabend vor der Frauenkirche versammelt, um im stillen Gedenken und mit Kerzen der Zerstörung Dresdens vor 65 Jahren zu Gedenken.

Auch der ehemalige Außenminister Hans Dietrich Genscher ist vor der Frauenkirche. Einer der Redner bei der Gedenkveranstaltung vor der Frauenkirche ist Gerhart Baum, Bundesminister des Inneren a.D..

Gerhart Baum ist gebürtiger Dresdner und erlebete am 13.2.1945 den Bombenangriff auf seine Heimatstadt. Lesen Sie hier seine Rede in voller Länge:
Liebe Dresdnerinnen, liebe Dresdner, liebe Gäste der Stadt,

ich kann nicht verbergen, dass ich sehr bewegt bin, heute an diesem Tag und an diesem Ort zu sein. Ich bin ein Überlebender der Bombennacht. Ich war damals etwas mehr als 12 Jahre alt und habe sehr präzise Erinnerungen ebenso an das unzerstörte Dresden wie an die schreckliche Bombennacht.
Bewegt bin ich auch, dass Hans-Dietrich Genscher heute bei uns ist. Ich bin ihm seit langem politisch und freundschaftlich verbunden. Oft hab ich ihn in seine Heimatstadt Halle begleitet. Nun ist er hier, in meiner Heimatstadt. Mit ihm steht hier einer der Architekten der deutschen Einheit – ohne ihn hätte dieses Haus nicht gebaut werden können!

Zurück zu „meinem“ Dresden – es war unzerstörte Dresden: der Altmarkt mit der Rechtsanwaltskanzlei meines Vaters, der Münchner Platz mit unserer Wohnung, die Volksschule in Plauen und das Vitzthum’sche Gymnasium, die Prager Straße, der Weihnachtsmarkt im Schlosshof. Ich erlebte Besuche in der Oper und - noch 1944 - Mozartserenaden im Zwinger. Ich habe auch sehr präzise Erinnerungen an die unzerstörte Frauenkirche, in die ich meine Großmutter mitunter zu Andachten begleitet habe. Und: ich sehe meinen Vater vor mir, wie er sich 1941 am Hauptbahnhof verabschiedet hatte, um als einfacher Soldat nach Russland zu ziehen. Er kam ebenso wenig zurück wie sein Vater aus dem ersten Weltkrieg.
Ich habe dann die Bombennacht erlebt. Was ich erlebt habe, ist exemplarisch für viele Dresdner. Exemplarisch auch für viele andere Menschen - Deutsche und Nichtdeutsche -, die die Folgen der Diktatur und des verbrecherischen Krieges zu tragen hatten. Hier am Neumarkt wohnten Freunde. Sie erzählten nach dem Angriff – noch völlig verstört -, wie sie in letzter Minute nur ihr Mut gerettet hatte, die angeblich schützenden Keller zu verlassen. Sie kamen in den Feuersturm auf dem Platz und flohen in die Kanalisation. Die in den Kellern Verbliebenen kamen in der Hitze um.

Die Bomben sind mitten in unser Leben gefallen. Wie Zigtausende andere Dresdener verloren wir binnen weniger Stunden Freunde, Nachbarn und die gewohnte häusliche Umgebung - unser Haus am Münchner Platz brannte vor unseren Augen ab. Meine Mutter floh mit ihren drei Kindern zu Freunden nach Bayern. Diese Nacht des Angriffs, der – wie ich mich heute noch erinnere - ein Vorfrühlingstag in der Faschingszeit vorausging, ist ein Lebenstrauma, das ich nie richtig verarbeiten konnte. Und das teile ich mit vielen anderen Kriegsopfern.

Die Luftangriffe waren auch in Großbritannien und den USA Thema öffentlicher Diskussion. Thomas Mann schrieb im März 1944:
„Den freien Ländern ist der totale Krieg, sind die Bombardements deutscher Städte aus der Luft und der Jammer, den sie für die Zivilbevölkerung mit sich bringen, ein Problem des öffentlichen Gewissens… Aber es handelt sich um das Gewissen der Freiheit, um die Tragik, dass sie tun muss, was ihr fremd und unnatürlich ist, was sie nach dem eigenen moralischen Gesetz nicht tun dürfte und dennoch durch die Proklamierung der Gewalt auf Erden zu tun gezwungen ist. Das Dilemma ist schwer, beunruhigend und belastend.“

Aber wir müssen sehen: Zwischen der Zerstörung Dresdens und der deutschen Kriegsschuld steht ein untrennbarer Zusammenhang; auch wenn wir uns fragen, warum Dresden und andere Städte – ich denke etwa an Würzburg und Darmstadt - so kurz vor dem absehbaren Ende des Krieges noch zerstört wurden. Die unbelehrbaren Neonazis – und unter ihnen erschreckend viele junge Menschen – leugnen diesen Zusammenhang. Sie bemächtigen sich dieses Tages der Besinnung und der Trauer, um ihn für ihre Ziele zu missbrauchen.

Es war die Synagoge, die im Jahr 1938 als erstes Gebäude in Dresden brannte. Noch am Morgen des 13. Februar 1945 erging ein Deportationsbefehl an die letzten Juden Dresdens. Der Diktator und die Naziführung waren entschlossen, ihre sichere Niederlage bis zum Ende hinauszuzögern. Das führte noch im ganzen Lande zu schrecklichen Verlusten bei der Zivilbevölkerung - z. B. im Häuserkampf um Berlin. An der Oder, an den Seelower Höhen kamen noch im April 1945, also kurz vor Kriegsende, etwa 45.000 Soldaten beider Seiten ums Leben.

Ich stellte mir damals auch die Frage, was passiert wäre, wenn das Attentat am 20.Juli 1944 gelungen wäre. Vieles – und auch die Zerstörung Dresdens - wäre möglicherweise nicht geschehen. Nach dem misslungenen Attentat mussten wir als so genanntes Jungvolk auf den Elbwiesen die Rettung des Diktators feiern.

Ja, es geht um das Erinnern. Dresden hat die Chance und die Verpflichtung - gerade weil es zu einem symbolischen Ort geworden ist - sich stellvertretend auch für andere zu erinnern. Beim Erinnern dürfen wir nicht stehen bleiben. Wir sind geradezu verpflichtet, von Dresden aus immer wieder ein Signal für Frieden und Völkerverständigung, für Demokratie und Menschenrechte in die Welt zu senden. Da ist es nur konsequent, wenn die wieder aufgebaute Frauenkirche als „christliches Weltfriedenszentrum“ verstanden wird.

Die Welt hat sich nach der schrecklichen Barbarei des vorigen Jahrhunderts verändert. Noch nicht so, wie wir es erhofft hatten. Aber mit der „Allgemeinen Erklärungen der Menschenrechte“ machte sich im Jahre 1948 die Völkergemeinschaft auf den Weg, ein neues Völkerrecht zu realisieren, das auf dem Prinzip der Menschenwürde beruht. Einiges ist dabei misslungen – ich denke nur an den vorhersehbaren schrecklichen Völkermord in Ruanda und die Morde in Srebrenica - vor den Augen der Völkergemeinschaft! Und an die bis heute ungelöste humanitäre Katastrophe in Darfur. Immer noch werden viele Menschen auf der Welt gefoltert und wegen ihrer politischen Überzeugung unterdrückt – wie zum Beispiel heute im Iran.

Vieles in den letzten Jahrzehnten konnte aber auch gelingen. Ich nenne nur den Zusammenbruch der Diktaturen in Osteuropa und des Apartheidsystems in Südafrika. Deshalb: Resignation ist kein guter Ratgeber – es lohnt sich zu kämpfen! Letztlich geht es um die Abschaffung des Krieges. Das hatte schon Kant im 18. Jahrhundert gefordert. Vorbeugende Friedenssicherung ist das Ziel, also nicht nur die Beendigung bewaffneter Konflikte, sondern deren Verhinderung. Und dazu gehört der ständige Kampf gegen Hunger und Not. Müssen wir denn immer erst dann tätig werden, wenn uns das Fernsehen schreckliche Bilder in die Wohnstube spült?

„Das Denken der Zukunft muss Kriege unmöglich machen“, so heißt das Motto des Dresdenpreises, der morgen von den „Friends of Dresden“ an Michail Gorbatschow in der Semper Oper verliehen wird. Deren Vorsitzender, Prof. Günter Blobel, wird ihn überreichen. Er hat sich um Dresden verdient gemacht!
Wir Deutsche haben nach unserem Grundgesetz und aufgrund unserer Geschichte eine besondere Verpflichtung, Menschen beizustehen, die weltweit ihrer Menschenwürde beraubt sind. Wir haben heute das Glück, in Frieden in einem freien Land zu leben: ein Glück, das Millionen von Menschen entbehren müssen. Die Absicht der Vereinten Nationen, wie sie von der Generalversammlung im Jahre 2005 einmütig festgelegt wurde, ist sehr ernst nehmen, nämlich Verantwortung für Menschen zu übernehmen, die schweren Verletzungen der Menschenwürde ausgesetzt sind – notfalls auch gegen den Willen der zuständigen Regierungen. Auch wenn das Bemühen immer wieder scheitert, so haben wir die Pflicht, es immer wieder zu versuchen. Untätigkeit macht schuldig! Das gilt auch für die europäischen Regierungen, wenn sie Menschenrechte Nützlichkeitserwägungen opfern.

Wir feiern unser Grundgesetz, das gerade 60 Jahre alt geworden ist und das uns auffordert, „dem Frieden der Welt zu dienen“. Das Grundgesetz ist die beste Verfassung, die wir Deutschen je hatten. Sie ist nicht totes Papier. Sie hat die deutsche Gesellschaft verwandelt – auch wenn es immer wieder Versuche gegeben hat und gibt, gegen das Grundgesetz zu handeln. Noch nie zuvor war das Prinzip der Menschenwürde so bestimmend in einer deutschen Verfassung. Artikel 1 Abs. 1 lautet: „Die Würde des Menschen ist unantastbar: Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt“. Dieses sittliche Prinzip ist so stark, dass mit ihm immer wieder auch Gesetze und Maßnahmen durch das Bundesverfassungsgericht korrigiert werden können - zum Beispiel dann, wenn bei der Bekämpfung des Terrorismus das Verhältnis von Sicherheit und Freiheit aus dem Gleichgewicht gerät oder das Bekenntnis der Verfassung zum Sozialstaat nicht beachtet wird. Das Urteil des Gericht zu Hartz IV vor einigen Tagen ist eine solche Korrektur.

Wir Deutschen leben – auch wenn es manches zu kritisieren gilt - in einer geglückten Demokratie und das gilt seit 1989 auch für die Deutschen in der früheren DDR. Sie haben sich nach nahezu 57 Jahren Unfreiheit die Freiheit erkämpft. In der deutschen Geschichte ist es die einzige Freiheitsrevolution, die erfolgreich war – und sie war gewaltlos. „Man war angeblich auf alles vorbereitet, nur nicht auf Kerzen und Gebete“, sagte der Bürgerrechtler Werner Schulz beim offiziellen Festakt in Leipzig im letzten Oktober, und er fügte hinzu: „Revolutionen vollziehen sich nicht im Selbstlauf. Sie ereignen sich dann, wenn die oben nicht mehr können und die unten nicht mehr wollen.“

Bürgerrechtler haben auch in Dresden jahrelang Widerstand geleistet. Der Dresdner Ehrenbürger Christof Ziemer hat vor zwei Jahren hier an dieser Stelle an den Februar 1982 erinnert, an das Friedensforum in der Kreuzkirche. 1000 Menschen hatten sich in der Kirche, 5000 davor versammelt - unter dem Zeichen „Schwerter zu Pflugscharen“. Viele von ihnen haben dann demonstrativ den Gang hierher zu den damaligen Ruinen der Frauenkirche angetreten.

Ich selbst erinnere mich an einen Abend in der Kreuzkirche im Oktober 1989, als nach Zusammenstößen mit Sicherheitskräften sich die Menschen in der Kirche zusammen drängten und – für mich unvergessen - Christof Ziemer gegen die Angst predigte. Die Angst wurde schließlich überwunden und mündete in die Entschlossenheit, die unerträgliche Freiheitsunterdrückung nicht mehr hinzunehmen.
Wir Deutschen haben eine Verfassung, die auf Dialog und Verständigung und auf aktive Toleranz setzt – gegen Diskriminierung und Rassenhass. Wenn wir allerdings an „die Schurken denken, die den deutschen Namen vor Gott und der ganzen Welt zum Greuel gemacht haben“, erfüllt uns Hass, wie Thomas Mann 1945 schrieb.

Ausgerechnet diese „Schurken“ sind nun die Vorbilder derjenigen, die sich Dresden zum Ort neonazistischer Demonstrationen ausgewählt haben. Wissen diese denn nicht, dass es ohne Nazidiktatur keine Zerstörung Dresdens gegeben hätte!

Unsere Demokratie räumt auch den Gegnern unserer Verfassung das Privileg der Meinungs- und Demonstrationsfreiheit ein. Das ist manchmal schwer zu verstehen, aber entspricht unserem Grundverständnis von Freiheit. Aber auch für diese Freiheit gibt es Grenzen. Wir sind eine wehrhafte Demokratie und wenden uns gegen alle, die unsere Grundwerte in Frage stellen. Wir wehren uns – und die große Mehrheit der Dresdner tut das sehr überzeugend. Die Anziehungskraft dieses Tages für Neonazis aus der ganzen Republik macht es notwendig, dass Dresden auch hier stellvertretend für andere ein Zeichen setzt und eine aktive politische Diskussion führt. Dass es sich bei den Neonazis nur um eine kleine Minderheit handelt, kann uns nicht wirklich beruhigen. Wehret den Anfängen, aber manchmal ist es schon mehr als ein Anfang.

Es ist bestürzend, dass der 13. Februar immer wieder propagandistisch missbraucht wird. Schon die Goebbel’sche Propaganda hatte damit begonnen. Auch das SED-Regime hatte mit dem Gedenken eigene Zwecke verfolgt, nämlich die Verfälschung der historischen Wahrheit, um die freie Welt zu diskreditieren.
Erfreulicherweise hat unmittelbar nach 1990 bürgerschaftliches Engagement in Dresden zur Aufarbeitung der historischen Wahrheit geführt. Sie prägt seitdem das öffentliche Bewusstsein. Nur auf der Basis wahrhaftigen Erinnerns ist die Friedensbotschaft glaubwürdig, die von Dresden ausgeht.

Es erfüllt mich mit Zorn, dass die Auseinandersetzung mit den Provokateuren diesen Tag beschädigt. Es ist ein Tag der Besinnung und der Trauer, ein Tag unserer Trauer! Niemand darf sich anmaßen, diese Trauer für seine Zwecke zu missbrauchen.

Wir müssen den Mut aufbringen, auf anregende und intensive Weise das Wagnis der Freiheit auf uns zu nehmen. Das Grundgesetz will nicht den Frieden um jeden Preis, sondern einen Frieden im Einklang mit unseren Wertegrundlagen. Wir verteidigen unsere Grundrechte am besten dadurch, dass wir sie bewusst leben, jeden Tag von neuem. Die Freiheit, sie schenkt sich nicht. Wir müssen sie schon erkämpfen. Der Mensch gelingt nur dann, wenn er innerlich und äußerlich in Freiheit lebt!

Ich bin immer wieder gern in Dresden. Hier liegen die Wurzeln meines Lebens. Hier ist für mich auch heute noch Heimat, in dem Dresden, das sich auch künftig als Symbol für Versöhnung und Friedenssicherung verstehen möge.
Folgen wir der Vision von Michail Gorbatschow, eine Atomwaffen freie Welt zu bauen – das ist keine Träumerei, sondern die Überlebenschance einer auf Frieden und Völkerverständigung gegründeten Welt.

Quelle: Stiftung Frauenkirche Dresden

Dienstag, 9. Februar 2010

Die ARD auf der BERLINALE 2010
34 ARD-Koproduktionen bei den 60. Internationalen Filmfestspielen
Das Erste sendet ein „ttt-extra" und die Dokumentation „Auge um Auge - Eine deutsche Filmgeschichte" zum Jubiläum

60 Jahre BERLINALE - das sind auch 60 Jahre Verbundenheit mit der ARD, die 2010 ebenfalls ihr 60-jähriges Jubiläum feiert. Eine Verbundenheit, die sich auf unterschied-lichen Ebenen ausdrückt, vor allem aber im Engagement für hochklassige und relevante Filme. 34 ARD-Koproduktionen laufen in diesem Jahr auf der BERLINALE; die ARD Degeto ist erstmals Ko-Partner und der RBB wieder offizieller Partner der Filmfestspiele.
Im „Wettbewerb" läuft Oskar Roehlers neuer Film „Jud Süß" (in Koproduktion mit der ARD Degeto) über das Leben des Schauspielers Ferdinand Marian. Er spielte die Titelfigur in Veit Harlans NS-Propagandafilm und feierte mit diesem Film, der im September 1940 in Venedig uraufgeführt wurde, große Erfolge. Doch die Rolle, die er nur widerstrebend angenommen hatte, sollte ihm zum Verhängnis werden.
Die Reihe „Perspektive deutsches Kino", die für die ARD und ihr Engagement in Sachen Nachwuchsförderung besonders wichtige Sektion, wird in diesem Jahr mit einer ARD-Koproduktion eröffnet: „Renn, wenn du kannst" (SWR/WDR/ARTE) von Dietrich Brüggemann erzählt die Dreiecksgeschichte des an den Rollstuhl gefesselten Benjamin, seines neuen Pflegers, dem Zivi Christian, und der perfektionistischen Musikstudentin Annika - eine filmische Reise zu den Sehnsüchten und Ängsten dreier junger Leute.
Für alle, die die 60. BERLINALE zu Hause am Bildschirm mitverfolgen wollen, hält die ARD in Ihren Dritten Programmen ein umfangreiches Angebot bereit. Und auch Das Erste feiert das BERLINALE-Jubiläum: Dieter Moor präsentiert am Dienstag, 16. Februar, ab 0.00 Uhr ein „ttt-extra" über die 60. BERLINALE. Und um 0.40 Uhr zeigt Das Erste die Dokumentation „Auge in Auge - Eine deutsche Filmgeschichte" (WDR/SWR). Der Film von Michael Althen und Hans Helmut Prinzler ist eine Liebeserklärung an das Kino und eine Entdeckungsreise durch über hundert Jahre Film in Deutschland. Und natürlich gibt es eine tagesaktuelle Berichterstattung in den Nachrichtensendungen sowie bei „ttt" am Sonntag und in „Brisant".
Im „Weilands" am Marlene-Dietrich-Platz bieten die „Blue Hours" Journalisten und Fachpublikum die Möglichkeit, nach der Vorführung der ARD-Festivalfilme mit den Hauptakteuren und Verantwortlichen vor Ort über ihre jüngsten Arbeiten und die aktuelle Entwicklung auf dem Filmmarkt zu diskutieren.

Alle ARD-Koproduktionen auf der 60. BERLINALE 2010:
WETTBEWERB
Jud Süß - Film ohne Gewissen (ARD Degeto)
BERLINALE SPECIAL
Henri 4 (WDR/BR/SWR/NDR/MDR/ARD Degeto)
Tanzträume - Jugendliche tanzen „Kontakthof" von Pina Bausch (WDR/ARTE)
Boxhagener Platz (WDR/RBB/ARTE)
Kinshasa Symphony (WDR/RBB)
PANORAMA
I shot my love (WDR/ARTE)
New York Memories (WDR/BR)
Shtikat Haarchion - A Film Unfinished (MDR/SWR)
Friedensschlag - Das Jahr der Entscheidung (BR)
Fritz Bauer - Tod auf Raten (SR)
Die Fremde (WDR/RBB/ARTE)
David wants to fly (BR/ARTE)
INTERNATIONALES FORUM DES JUNGEN FILMS
Im Angesicht des Verbrechens (WDR/ARTE/ARD Degeto/BR/SWR/NDR)
PERSPEKTIVE DEUTSCHES KINO
Renn, wenn du kannst (SWR/WDR/ARTE)
Die Haushaltshilfe (SWR)
Lebendkontrolle (RBB)
WAGs (RBB)
Jessi (RBB)
GERMAN CINEMA
This is love (WDR/ARTE)
Wüstenblume (BR/ARD Degeto)
Was Du nicht siehst (WDR/ARTE)
Das weiße Band - Eine deutsche Kindergeschichte (BR/ARD Degeto)
Die Päpstin (NDR/MDR/SWR/WDR/ARD Degeto)
Soul Kitchen (NDR)
Same same but different (NDR)
Whisky mit Wodka (RBB/WDR/BR/MDR/ARTE)
13 Semester - Der frühe Vogel kann mich mal (HR/ARTE)
Parkour (SWR)
EUROPEAN FILMMARKET
Bis aufs Blut - Brüder auf Bewährung (SWR)
Schreibe mir - Postkarten nach Copacabana (BR)
Ayla (SWR/BR/ARTE)
Es kommt der Tag (SWR/WDR/ARTE)
Im Sog der Nacht (SWR)
GENERATION
Neukölln unlimited (RBB/ARTE)

Link: http://www.daserste.de